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Der coolste Bus der Welt

elektrobusIm chinesischen Guangzhou ist die Autoshow 2016 soeben zu Ende gegangen. Neben den Neuheiten der Marken KIA, BMW, Chevrolet und Volvo war vor allem ein Tramway ähnlicher Bus ein besonderer Blickfang: Guangtong Dang-Dang GTQ612BEVB heißt der Elektrobus aus China. Schaut aus wie die Tram der Wiener Linie 5 aus den 1965 Jahren, wo die Fahrgäste noch auf- und abspringen konnten. Fährt aber nicht auf Schienen Wahrscheinlich ist er  derzeit sogar der coolste Bus der Welt. Die Fabriksummer “GTQ612BEVB” leuchtet in einer goldenen Schrift auf der Vorderseite. Eine riesige LED-Lampe in der Mitte zeigt die Haltestellen an. Drei Scheibenwischer verdrängen das Regenwasser auf drei Windschutzscheiben.

Dang bedeutet soviel wie der “Klang von Metall”. Der Name soll an die Geräusche einer Straßenbahn erinnern: Dang dang, klang klang. Der Tram-Look zieht sich komplett durch: Holzpaneele, altmodische dunkelrote Ledersitze, gelbe Vorhänge und ein Linoleum-Holzboden. Das einzige Moderne ist ein Flachbildschirm zum Einblenden von Werbespots – was sonst!

Die Kraft kommt von einem schweren 300Ah / 576V Lithium-Ionen-Akku. Die Reichweite beträgt 150 Kilometer bei einer Höchstgeschwindigkeit von 69 Kilometer pro Stunde. Der Bus ist 12 Meter lang und kann maximal 76 Passagiere aufnehmen, davon 46 auf Sitzplätzen. Der Preis für so ein hübsches Gefährt hält sich in Grenzen – er fast schon ein Schnäppchen. Je nach Konfiguration kostet so ein Bus etwa 160.000 Euro

Entwickelt und vermarktet wird der Omnibus als Stadtbus für Touristen. In Peking werden damit Sightseeing-Touren veranstaltet. Auch in der schönen Stadt Jinan läuft das witzige Fahrzeug. Produzent ist die Firma Guangtong. die zur Yintong Gruppe gehört. Die Zahl der elektrischen Busse in China wird in den nächsten Jahren aller Voraussicht steigen. Auch weil die chinesische Regierung zunehmend versucht, die alten Diesel-Busse mit saubereren elektrischen zu ersetzen. Dies wird in Peking im Vorfeld der Olympischen Spiele 2022 vornehmlich wichtig sein.

Fotocredit: Quelle:Forbes (Tycho De Feijter)

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