Pilgerweg der Steine

grenzsteinDie Landschaft mit Ihren sanft verlaufenden Hügeln, den schroffen Felsen der hohen Wand mit Schneeberg im Hintergrund, der Aulandschaft der Leitha und Wege mit den verstreuten Büschen, verrät nicht die von der Natur überlagernde Geschichte der Menschen. Nimmt man den Weg von Neudörfl gegen Norden Richtung Lichtenwörth und biegt vor dem Wald nach Pöttsching ab, überschreitet man mehrmals die Grenze Niederösterreich und Burgenland.

Mitten drin liegt das Fondsgut, ein Wirtschaftgebäude des Stiftes Heiligenkreuz. Von der Anhöhe blickt man hinüber nach Pöttsching. Seit kurzem befinden sich hier Skulpturen (vom Steinbruch St. Margarethen aus den 60er Jahren) verschiedener Künstler aus der ganzen Welt. Auf dem historsichen Boden ensteht ein neues Feld der Orientierung, das die Begriffe der Freiheit und der Grenzen zu reflektieren hilft. Karl Prantl setzt sich hier für die Verwirklichung einer neuen Visoion ein. Hier soll eine Stätte der Begegnung der archivalischen Bewahrung, des Bewußt machens der Rolle der Steine enststehen. Der erste von Prantl, in St. Margarethen bearbeitete Stein war ein Grenzstein.

Ein Grenzstein ist aus der Sicht Prantl´s kein Zeichen von einer Grenze, sondern erhebt sich dagegen. (Zu sehen im Video auf Pannonien.tv – Reportagen). Das Fondsgut soll ein Ort sein, an dem alte und neue Zusammenhänge bewußt gemacht werden, un die von Künstlern inzenierten Wanderschaften der die Erdgeschichte verkörpernden Steine aud Ihren Wegen zu den für sie jeweils gewählten Stätten nachvollzogen und dokumentiert werden. Für Karl Prantl wäre es das Schlimmste, wenn die Steine unberührt in einem Museum dahindämmern. Das Fondsgut könnte ein Ort der Sammlung werden, der Erinnerung und ästhetischen Freude werden, mitten in einer Landschaft für Künstler und Denker.

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