Burgenlands Beste 2026: Viel Applaus, große Namen – und das beste Menü des Abends
Donnerskirchen. Wenn sich die Spitzen der burgenländischen Gastronomie treffen, dann ist das Martinsschlössl der passende Rahmen. Zwischen historischen Gemäuern, blitzenden Kameras und viel Prominenz aus Tourismus, Weinwirtschaft und Politik wurden am Montagabend die Auszeichnungen „Burgenlands Best 2026“ verliehen.
Schon vor Beginn herrschte reges Treiben im Innenhof. Es wurde herzlich begrüßt, Hände geschüttelt und bei einem Glas burgenländischen Sekt über die bevorstehende Sommersaison, Michelin-Sterne, Falstaff-Punkte und den Tourismus im Land diskutiert. Moderatorin Jesse Schwarz führte locker und charmant durch den Abend und sorgte dafür, dass die Preisverleihung nie den Charakter einer nüchternen Gala annahm.
Auf der Bühne gratulierten unter anderem Landesrat Heinrich Dorner, Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel, CMO Kurt Kaiser und Christian Zechmeister von Wein Burgenland den Ausgezeichneten.
Titelfoto: @BurgenlandTourismus | Maria Holunder
BurgenlandsBest2026
Die Zukunft des Tourismus begann mit den Jüngsten
Ein schönes Zeichen setzte die Veranstaltung gleich zu Beginn. Nicht die Haubenköche standen zuerst im Mittelpunkt, sondern jene jungen Menschen, die täglich in Hotels, Restaurants und Tourismusbetrieben den ersten Eindruck bei Gästen hinterlassen.
Ausgezeichnet wurden engagierte Lehrlinge und Nachwuchskräfte aus Küche, Service, Rezeption und Tourismus. Genau dort entscheidet sich schließlich jeden Tag, ob sich Gäste willkommen fühlen. Der Applaus für die „Best Talents 2026“ fiel entsprechend herzlich aus.
Danach gehörte die Bühne den burgenländischen Winzern. Vier SALON-Sieger wurden ausgezeichnet und bewiesen einmal mehr, warum das Burgenland längst zu den führenden Weinregionen Österreichs zählt.
Große Namen geehrt – doch einige Plätze blieben leer
Mit Spannung wurde anschließend die Ehrung der 23 besten Gastronomiebetriebe des Landes erwartet. Und tatsächlich fanden sich viele bekannte Namen auf der Bühne wieder.
Auffällig war allerdings auch, dass einige prominente Betriebe bei der Preisverleihung nicht vertreten waren. Unter anderem waren vom Im Hofgassl in Rust, dem Kirchenwirt Rust, Gut Purbach sowie der Greisslerei beim Taubenkobel keine Vertreter auf der Bühne zu sehen. Die Gründe dafür wurden nicht genannt – Gesprächsstoff unter den Gästen war es dennoch.
Andere freuten sich persönlich über ihre Auszeichnungen und nahmen diese mit sichtlichem Stolz entgegen. Dazu gehörten unter anderem Csello Restaurant & Hofschenke, das Fritz, Gasthaus Fuchs, Gasthaus Zur Dankbarkeit, Gasthaus Zum fröhlichen Arbeiter, das Robitza, Restaurant Fossil, Restaurant Braunstein, Joseph, Zum Gogosch und viele weitere Spitzenbetriebe.
Der wahre Star des Abends wartete nach der Preisverleihung
So gelungen die Ehrungen auch waren – der eigentliche Höhepunkt begann erst danach.
Mehrere ausgezeichnete Spitzenköche verwandelten das Martinsschlössl in ein kulinarisches Pop-up-Restaurant. Beim Flying-Menü wechselten die Gäste von Station zu Station, tauschten Empfehlungen aus und diskutierten über ihre Lieblingsgerichte.
Ein Besucher brachte es schmunzelnd auf den Punkt:
„Warum machen die besten Köche des Burgenlandes nicht einmal gemeinsam für einen Abend ein Restaurant auf? Jeder kocht sein bestes Gericht – dafür würde ich sofort einen Tisch reservieren.“
Nach diesem Abend dürfte er mit dieser Meinung nicht alleine gewesen sein.
Ein Menü, das in Erinnerung bleibt
Kulinarisch setzte der Abend Maßstäbe.
Besonders beeindruckte die jüdische Hühnerleber vom Gasthaus Zur Dankbarkeit in Podersdorf – fein abgeschmeckt, cremig und voller Geschmack. Ebenso überzeugte die raffinierte Kombination aus Roten Rüben mit knusprigen Erdäpfeln, ebenfalls aus derselben Küche.
Ein weiterer Höhepunkt war der rosa gebratene Rehrücken vom Gasthaus Zum fröhlichen Arbeiter aus Apetlon – perfekt gegart und mit viel Fingerspitzengefühl angerichtet.
Zum Finale begeisterte das Gasthaus Fuchs aus Weppersdorf mit lockeren Erdäpfel-Pilzknödeln auf aromatischem Paradeiskraut. Den süßen Abschluss bildeten flaumige Erdbeer-Topfenknödel mit Zotter-Schokolade, die viele Gäste noch lange schwärmen ließen.
Wer an diesem Abend auf Diät war, hatte vermutlich schlechte Karten.
Die ausgezeichneten Betriebe 2026
Mit „Burgenlands Best 2026“ wurden ausgezeichnet:
Am Mahrbach (Königsdorf), Csello Restaurant & Hofschenke (Oslip), Csencsits (Harmisch), das Fritz (Weiden am See), das Robitza (Eisenstadt), Die Möwe (Pamhagen), Gasthaus Fuchs (Weppersdorf), Gasthaus Zum fröhlichen Arbeiter (Apetlon), Gasthaus Zur Dankbarkeit (Podersdorf am See), Greisslerei beim Taubenkobel (Schützen am Gebirge), Gut Purbach (Purbach am Neusiedler See), Heimlichwirt (Gols), Im Hofgassl (Rust), INFINITY / THE RESTAURANT (Andau), Joseph (Bruckneudorf), Kirchenwirt Rust, Restaurant Braunstein (Purbach), Restaurant Fossil (Purbach), Szemes (Pinkafeld), Taubenkobel (Schützen am Gebirge), Velich (Apetlon), Ziegelwerk Gasthaus (Wimpassing an der Leitha) und Zum Gogosch (Donnerskirchen).
Auch die burgenländischen SALON-Weinsieger sowie die Best Talents 2026 wurden vor den Vorhang geholt und unterstrichen die hohe Qualität des Tourismuslandes Burgenland.
Unser Fazit
Urkunden, Applaus und Blitzlicht gehören zu jeder Preisverleihung. Doch an diesem Abend sprach man beim Hinausgehen weniger über Auszeichnungen oder Restaurantführer als über Hühnerleber, Rehrücken, Erdäpfel-Pilzknödel und Erdbeer-Topfenknödel.
Vielleicht war genau das das schönste Kompliment für die burgenländische Spitzengastronomie.
Denn wenn die Gäste am Ende vor allem über den Geschmack sprechen, haben die Köchinnen und Köche alles richtig gemacht.


