Fährt man so dann und wann durchs gemütliche authentisch burgenländische St. Margarethen, so steigt einem dann irgendwann der Geruch von „Essen“ in die Nase. Oder ist das doch was anderes und woher das wohl kommt ? Hier die Auflösung:
Es ist tatsächlich der süsse Duft von Zwiebeln und Knoblauch und der kommt von einer Zwiebel-und Knoblauchfabrik – und das mitten in St. Margarethen.
Da denkt man, daß es in „Magred’n“ „nur“ Römersteinbruch, Opernfestspiele und Märchen…, äh Verzeihung, natürlich Familypark Neusiedlersee gibt. Aber falsch gedacht, es gibt dort sogar eine Lebensmittelfabrik. Die Ing. E.Graf KG gibt’s seit 1965 und diese produziert Gewürzextrakte und Pflanzenkonzentrate. Aber vor allem bekannt ist sie natürlich für die Knoblauch und Zwiebelverarbeitung, sprich als Pasten und in gerösteter Form. Aber auch andere ausgefallene Spezialitäten wie z.B. Chiliöl, Bärlauchöl, Ingwer-Chili-Paste, Meerettich-Wasabi-Extrakt, um nur einiges davon zu nennen.
Wir haben zwar gehört, daß das die St.Magarethener nicht ganz so toll finden, aber mal ehrlich, wenn’s die Krensdorfer mit ihren Schweindln aushalten, dann kann St.Margarethen das doch wohl auch mit Zwiebel-und Knoblauchduft.
Leider Gottes macht sich Burgenlands mangelndes Selbstbewusstsein auch hier mal wieder bemerkbar, daß man nämlich nicht zu dem stehen kann, was man ist, wo man ist und was man für tolle Produkte herstellen kann, auf’m Land. Manche wären froh, sie hätten das alles – und das (s.o.) in einem Dorf vereint.

