Draculas Keller in Pécs entdeckt

Dracula-KellerVlad III. Draculea Tepes ist seit dem 19.Jhd. und Bram Stokers Roman als Graf Dracula weltweit bekannt, vor allem für seine Gräueltaten. Allerdings gibt es da etwas von diesem dunklen Fürsten, was vielleicht noch nicht jeder weiß: eine sensationelle Neuigkeit, entdeckt in der angehenden Kulturhauptstadt Pécs in Ungarn.

Am Széchenyi Platz in Pécs haben Archäologen jetzt diesen höchst interessanten Fund gemacht. Es handelt sich dabei angeblich um die Keller des Woiwoden Vlad III. Draculea Tepes. Bestärkt hat die Meinung der Wissenschaftler ein 600 Jahre altes Dokument, eine Art Beschreibung des ehemaligen 2-stöckigen Wohnhauses, welches auf diesen nun freigelegten Kellerräumen einst stand. Das interessanteste auf diesem Schriftstück ist allerdings die Tatsache, daß der ehemalige Besitzer des Hauses vermerkt ist, und zwar war das ein gewisser “Drakulya”. Zu klären ist nun, ob dieser Drakulya und Vlad Tepes, ‘der Pfähler’ wirklich ein und diesselbe Person waren.

Tatsächlich ist es so, daß es bis heute keine genauen Belege für die Aufenthaltsorte Vlad Tepes’ gibt, das gilt auch für seinen Geburtsort, sowie für sein Grab:
Es heißt Vlad sei in Sighisoara (dt.Schäßburg ) in Siebenbürgen, Rumänien, geboren – keine Belege. Weiters heißt es, er hätte auf Schloss Bran in der gleichnamigen Ortschaft in Rumänien gewohnt, heute bekannt als “Draculaschloss” – keine Belege, nur wird irgendwo erwähnt, daß der Fürst einmal dort übernachtet hat. Und angeblich sei Vlad Draculea im Kloster von Snagov, nähe Bukarest, beigesetzt worden, allerdings wurde dort nie ein Leichnam gefunden.

Im Bezug auf die neue historische Sensation in Pécs behaupten böse Zungen übrigens, daß es sich auch nur um einen “Marketingschmäh'” handeln könnte, um auf die Kulturhauptstadt 2010 aufmerksam zu machen.

Jedenfalls erhofft man sich, daß in nächster Zeit an der Ausgrabungsstelle in Bälde neue aufschlussreiche Funde im Bezug auf die Identität des Besitzers des ehemaligen Wohnhauses gemacht werden, ansonsten droht u.a. auch aus finanziellen Gründen, die Schließung der neuen historischen Fundstätte.

Das Mysterium um Graf Dracula ( Drakulya ?) geht weiter…

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Dietmar Kowarik

Ich lese Ihre interessanten Beiträge immer gerne, nur finde ich es schade, daß Sie in manchen Beiträgen die deutschen Namen der Orte Städte nicht auch verwenden. Im obigen Artikel über Fünfkirchen /Pecs wird zwar Schäßburg/ Sighisoara zweisprachig genannt, aber Fünfkirchen nicht. In einem modernen Mitteleuropa der Völker sollte das aber selbstverständlich sein!

MFG Mag. D. Kowarik