Ein Kamel geht durch’s Nadelöhr

Angefangen hat alles vor fast 50 Jahren, da hat nämlich Willard Wigan die ersten Mikroutensilien in Form von Häusern für Ameisen gebaut, und das im Alter von 5 Jahren. Es folgten Ameisenschuhe und Ameisenhüte – heute schnitzt er aus einem Sandkorn ein Kamel und viele andere einfach unglaublich kleine Dinge.

Die Arbeit von Willard Wigan, dem Mikro-Mann sozusagen, wird mittlerweile sogar als 8. Weltwunder bezeichnet. Kein Wunder ( oh doch!!!), denn wenn seine Kunstwerke nur durch ein Mikroskop komplett wahrgenommen werden können, wie muss es dann erst sein diverse Kamele, Disney-Figuren, die Simpsons, Marylin Monroe,  ja sogar den Barack- Obama-Clan herzustellen – mikroskopisch klein?!

minimalistisch GROSS

Um in der Lage sein zu können, so „minimalistisch“ zu arbeiten, lässt sich der Künstler sogar in einen geradezu meditativen Zustand versetzen, d.h. u.a. wird sein Herzschlag verlangsamt, damit sein ganzer Körper viel ruhiger wird und seine Hände weniger zittern. Es ist, so sagt er selbst, als ob ein toter Mann arbeiten würde. Mehr noch, er kann so gut mit seinem Körper umgehen, daß er seinen Puls als eine Art Presslufthammer verwendet, damit er mit einem verhältnismäßig riesigen Werkzeug, sog. Nano-Technik, winzige Skulpturen aus unglaublichen Materialien erschaffen kann, z.B. aus Teppichfasern, Staubkörnern, Sandkörnern und vielem mehr. Ein menschliches Haar dient ihm dabei als Pinsel, um die Figuren zu kolorieren. Er arbeitet übrigens auch oft nachts, denn dann ist der Verkehr weniger und somit auch die feinen Erschütterungen und die Schwingungen, erzeugt durch den Verkehr draußen, die sogar seine extrem feine und höchst konzentrative Arbeit stören könnten.

Willard arbeitet und lebt in England, ist aber mittlerweile weltbekannt mit Ausstellungen und Tourneen in den USA, wo man seine Arbeit unter dem Mikroskop bewundern kann. Und wer ein Stück Mikrokosmos besitzen möchte, der kann die Kunstwerke auch kaufen.

Willard’s Motto: Alles, sogar das Leben selbst, hat ganz klein begonnen. Und man sieht, was klein begonnen hat wird noch kleiner zu einem Riesenerfolg.
In Wirklichkeit steckt in jedem von uns etwas ganz Großes!

Mir gefällt übrigens die kleine ( was sonst !) Elfe, die auf einem winzigen Nagel draufsitzt, mit noch winzigeren Flügeln. Elfen gibt es also wirklich, wir sehen sie nur nicht. 😉

www.willard-wigan.com

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