Burgenland Extrem wird zur Wetterparty

1200 Teilnehmer aus sechs Nationen – darunter Walker und Läufer, 650 Liter Hagebuttentee, vor- und zubereitet von der Oggauer Parade-Wirtin Monika Gmasz, sowie vor dem Start rund um den winterlichen Neusiedler See, hunderte Kilo Kohlenhydrate – das alles nennt sich unter dem Strich schlicht und einfach: 24 Stunden Burgenland extrem! Die einen bezeichnen es als Wahnsinn, die anderen als Abenteuer. Michi Oberhauser ist einer der Organisatoren, der diesen Trail, rund um den größten Steppensee Mitteleuropas, nun zum dritten Mal durchführt. Ausgangspunkt ist Oggau, wo man nach 24 Stunden und 120 anstrengenden Kilometern auch wieder eintreffen sollte!

So mancher geht’s optimistisch an, so manch anderer wiederum kombiniert – ein bißchen walken, ein bißchen laufen. Nicht alle schaffen es bis ins Ziel! Schmerzverzehrte Gesichter oft schon nach 30, 40 oder nach 60 Kilometern. Einige aber laufen diesen etwa dreifachen Marathon rund um den Neusiedler See in einer Zeit, die sogar Distanzreiter oder Radfahrer erblasen lässt.

Kurz nach 4.30 Uhr in der Früh werden die Teilnehmer auf die Reise geschickt. Vormittags um 10 Uhr schlägt das Wetter um. Schneegestöber und Regen verlangen den Athleten die letzten Kraftreserven ab. “60 Kilometer in nassen Schuhen zu laufen ist nicht lustig”, sagt einer der es genau weiß. Nämlich der 40jährige Gmundner Thomas Bosnjak – er ist  Österreichs bester Trailrunner. Bereits um 14. 56 Uhr ist er wieder zurück in Oggau! Die 120 Kilometer läuft er in unglaublichen 10 Stunden und 26 Minuten. Damit steht nun, nach dem Karwendellauf, dem Wörtherseetrail und dem Magredi Mountain Trail in Italien, auch die “24 Stunden Burgenland-Extrem Tour” auf seiner Rekordliste. Gratulation!!!

Damit kein einziger Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleibt, dafür sorgen unzählige freiwillige Helfer in den acht Begleitfahrzeugen, beigestellt vom Autohaus Opel Horvath in Eisenstadt.

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Björn K.

Tolle Leistung. Immerhin haben es 124 Sportler dann doch bis ins Ziel geschafft. Super Thomas. Viele mussten in Apetlon bereits aufgeben. Und fast wäre es da noch zum Tumulten um die Taxis gekommen. Die Teilnehmer, die schon Blasen an den nassen Füssen hatten, wollten halt schnell unter die Dusche und dann nach Hause. Und alle am liebsten in einem Taxi. Da hieß es dann, frei nach Joesi P.: “i woat auf a Taxi, owa es kummt ned!”