Fussball-WM: Hocken die Touristen jetzt vorm TV

Am Freitag heißt es Startschuss für die Fussball-WM 2010 in Südafrika. Beim größten Fussball(fernseh)ereignis des Jahres wird es leer auf den Strassen werden – und das nicht nur bei unseren lieben Nachbarn in Deutschland.

Aber nicht nur der deutsche Fussballfan möchte sich alle Spiele seiner Mannschaftshelden und auch die seiner Mitstreiter auf dem heißen Kontinent anschauen. Apropos Mitstreiter, auch wenn die österreichische Nationalmannschaft nicht nach Südafrika fliegt, der Österreicher ist ein Fussballfan, keine Frage, und will natürlich auch schauen, was die Superstars des runden Leders in the „Very South“ so reißen.

Doch wenn die Deutschen daheim bleiben und die Österreicher ebenfalls lieber das gepflegte Bier beim Pflichtfussball-WM-TV-Termin zu Hause trinken, wer geht denn dann noch abends weg, oder kehrt bei seinem Stammwirt’n ein oder – und das wird dann ganz übel –  wer fährt denn dann noch weg (z.B. ins Burgenland )? Und das gerade jetzt, wo das Wetter so schön ist!

Böse Zungen wünschen den Deutschen sogar, daß sie möglichst bald rausfliegen, damit die Reisebranche nicht so sehr unter der Fussball-WM leidet. Da müssen sich die Macher in der heimischen Tourismusbranche also ganz schön was einfallen lassen um ihren Touristen was Spannendes für die WM-Fussballunterhaltung bieten zu können.

Bisher ist in diese Richtung anscheinend nicht viel passiert, ganz im Gegensatz zu unseren Nachbarn in Ungarn. Die Stadt Györ hat den internationalen Fussballhype gleich mal zum Anlass genommen, um daraus ein gesellschaftliches Grossevent mit einem Mega-Public-Viewing  zu veranstalten. Auf einer sog. Waterstage, die auf der Raab schwimmt,  können bis zu 1000 Menschen auf einen 42 qm grossen Bildschirm sehen, und so auf die wohl spektakulärste Art und Weise das Fussballgeschehen in Südafrika mitverfolgen.

Also frei nach dem Motto: wenn man schon nicht live vor Ort ist, dann aber wenigstens „cool“ zuschauen können. Da kann man einfach nur sagen: Györ macht vor, wie es gehen kann. Hoffentlich nimmt sich da jetzt endlich mal jemand bei uns ein Beispiel, ein geeignetes, etwas grösseres Gewässer dafür hätten wir ja schon mal.

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