Glanzlichter

Die Ausstellungen “Glanzlichter” und “Haydn Explosiv” im Schloss Esterházy sind wieder um einige interessante Objekte reicher geworden. Bisher schlummerten diese Gegenstände in den Depots vor sich dahin. Nach einer Restaurierung werden sie nun der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Bei den “Glanzlichtern” sind vor allem die zwei Reiterstatuetten von Johann Friedrich Schroth von 1779 erwähnenswert. Sie zeigen Fürst Nikolaus I. Esterházy und Kaiser Joseph II. auf ihren sich bäumenden Pferden. Weiters neu zu sehen sind: Eine Schatulle mit Marketerie von David Roentgen aus der Zeit um 1780, ein japanisches Namban-Lackkästchen aus dem ersten Viertel des 17. Jahrhunderts, sowie eine französische Konsoluhr mit grün gefärbtem Hornfurnier aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Als Krönung der Ausstellung wurde im ehemaligen Speisesaal des Schlosses eine mächtige Tafel mit dem Silberservice Fürst Antons eingedeckt. Da kann man sich erst vorstellen in welch verschwenderischer Manier die Fürsten lebten. Den fulminanten Abschluss der exquisiten Exponate bildet neben den Schuldscheinen von Fürst Nikolaus’ II. Esterházy (Zeugen seines Mäzenatentums),  eine französische Uhr mit Tintenzeug aus dem ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Diese Arbeit erwuchs unter den Händen der wohl bedeutendsten Schöpfer derartiger Kunstobjekte des Empire: Pierre-Philippe Thomire – herausragendster Bronzegießer der Zeit;  Louis Moinet – ebenso gefeierter Uhrmachermeister.

Ehe man zum Rundgang startet, sollte man sich auf jeden Fall den achtminütigen Kurzfilm zum Leben von Fürstin Melinda Esterházy ansehen.

Historische Musikinstrumtente

Joseph Haydn und seine Lebenswelt am Hof der Fürsten Esterházy erfährt auch 2011 in der Ausstellung “Haydn Explosiv” eine weitere Annäherung durch einen neu zu entdeckenden Exponatenkreis. So wird anhand von erstmals gezeigten Archivalien dem Dienstantritt des gefeierten Komponisten unter Fürst Paul II. Anton Esterházy vor 250 Jahren gedacht, wobei Möbel aus jener Zeit einen kleinen Eindruck der damaligen Schloss-Ausstattung geben.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die historischen Musikinstrumente. So etwa der Kontrabass von Johann Joseph Stadlmann von 1759.  In der Wiener Klassik war dieses Instrument unter den Komponisten sehr beliebt. Haydn selbst komponierte ein Kontrabass-Konzert. Leider gilt es bis heute als verschollen. Auch ein nun wieder bespielbarer Hammerflügel aus der Wiener Werkstatt von Matthias Müller aus der Zeit vor 1805 hat seinen Weg aus dem Depot in die Ausstellung gefunden.

Ausstellungen

1. April – 13. November von Montag – Sonntag 9.00 – 18.00 Uhr
17. November – 30. Dezember von Donnerstag – Sonntag 9.00 – 17.00 Uhr

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