Schloss Esterházy: Museumsbau von europäischem Format

MuseumGeht es nach den Plänen der Architekten Peichl & Partner und van der Donk, stehen dem Schloss Esterházy in Eisenstadt in Zukunft so einige bauliche Veränderungen bevor. Zur Umsetzung dieses Gesamtkonzepts entwickelten die Architekten die Pläne, den Anfang des 19. Jahrhunderts zugeschütteten Schlossgraben zu öffnen und wieder herzustellen. Diese Idee überzeugt gestalterisch, denn Ausmaß und Proportion des Grabens stehen in einem selbstverständlichen Bezug zum Baukörper und den Fassaden des Schlosses.

Hier, im sogenannten Grabengeschoss, entstehen Räume für Veranstaltungen und Ausstellungen, Proberäume, Garderoben und Räume für die Gebäudetechnik, die für eine zeitgemäße technische Versorgung und ganzjährige Nutzung des Schlosses notwendig sind. Dieses einfache und klare Konzept der „Grabenidee“ ist das essentielle des Entwurfs.

Dadurch stehen die beiden „Gesichter“ des Schlosses, die barocke Südfassade zum Schlossplatz und der klassizistische Portikus im Norden auf einer gemeinsamen Basis, die auch den städtebaulichen Bezug des Schlosses zur Stadt und zum Park neu definiert.

In einem Buch stellt das Architektentrio das ihnen übertragene Projekt vor. Anhand von Schaubildern, Plänen, Skizzen, Kommentaren und einer ausführlichen Beschreibung werden die räumlichen Qualitäten des Bauwerks und die gestalterischen Ziele der Architekten vermittelt.

Nicht zuletzt durch das aktuelle Haydn-Jahr ist das Schloss Esterházy als der wichtigste Wirkungsort des Begründers der Wiener Klassik in den Blickpunkt des internationalen Interesses gerückt. Als Wahrzeichen des Burgenlands und seiner Landeshauptstadt Eisenstadt ist das Schloss Esterházy eines der bedeutenden Kulturdenkmäler Österreichs, ja von ganz Europa.

Seit Jahrzehnten gilt das Schloss als  kulturelles Zentrum von Eisenstadt. Der barocke Festsaal, bekannt als „Haydnsaal“, der oft als akustisch bester Konzertsaal der Welt für mittlere Ensembles und für Kammermusik genannt wird, ist das Herzstück  einer Inszenierung, die bekannte und neu zu entdeckende Räume und Raumfolgen des Schlosses zusammenfügt und erlebbar macht.

„Das Schloss Esterházy in Eisenstadt liegt am kulturellen und geopolitischen Schnittpunkt Zentraleuropas und hat alle Voraussetzungen wieder eine Kultur-, Repräsentations- und Veranstaltungsrolle von europäischem Format zu werden“, so Dr Stefan Ottrubay.

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