Ungarn – das lange Warten auf Touristen

Über ein Jahr schon bleiben die Touristen aus. Wegen Covid-19 durften Ausländer bis vor kurzem nicht nach Ungarn einreisen. Seit voriger Woche kann man wieder über die Grenze. Hat das Warten auf Touristen nun eine Ende?

Die Wirte von Fertörakos bis Fertöd hoffen jedenfalls auf Gäste aus Österreich. Fast alle Lokale und Pensionen haben geöffnet. Noch bleibt der große Ansturm aus, denn der Besuch von Hotels, Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen ist nur mit ungarischer Impfkarte möglich. In Fertörakos ist es daher ziemlich ruhig. Am Parkplatz vorm Felsentheater stehen nur ungarische Autos. Es fehlen die typischen Urlauber; nämlich die Radfahrer, die den See umrunden sowie die Ausflugstouristen, die mit der Fähre von Mörbisch übersetzen.

Die Wirte hoffen. »Alle Gäste sollten wieder ins Gasthaus dürfen, nicht nur die mit ungarischer Impfkarte«, sagt Jósef; er betreibt ein Restaurant in Hegykö. Auch das Granatos beim Schloß Fertöd möchte endlich wieder eine volle Terrasse bewirten: »Der Ausblick ist zwar schön, aber was hilft es, wenn die Gäste aus Österreich bei uns keinen Kaffee trinken dürfen.«

Währenddessen sind die Kaffehäuser und Restaurants in Sopron gut gefüllt: Die Gäste allesamt Einheimische. Keine große Sache. Zählt Sopron doch mittlerweile über 80.000 Einwohner. Trotzdem schreien auch hier die Geschäfte nach Kunden. Alles wartet auf den Sommer. Auf den Ferienbeginn. Auf Touristen aus Österreich und Deutschland. Ab Juli sollten sie wieder zurückkommen. Kaffee trinken, Gulasch essen – ohne ungarischen Impfpass.

Nach Ungarn können Sie ohne Einschränkung fahren, jedoch bei der Rückreise nach Österreich verlangen die Beamten, neben dem Reisepass auch einen Impfausweis oder Test. Die Polizei prüft alle Autos, genau kontrolliert wird nur stichprobenartig.

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