Feudale Ritterspiele auf Burg Sümeg

So ein mittelalterliches Ritterleben muss doch herrlich gewesen sein. Aufs Pferd gestiegen, dem Burgfräulein gewinkt, Räubern den Kopf abgeschlagen.

Nach getaner Arbeit zurück in die Burg zum deftigen Mahl. Danach noch ein Unterhaltungsprogramm mit Harfen spielenden Zwergen. Doch ganz so dürfte es sich hinter den Zinnen nicht zugetragen haben. Mit bockigen Bauern mussten sich die Ritter herumschlagen; Steuern für das feudale Leben der Burgherren eintreiben.

Ab und zu flogen natürlich auch die Fetzen. Dann, wenn der Feind zum Angriff blies. Da wurde gehauen und gesäbelt bis zum letzten Kettenhemd. Und die Turniere? Bogen schießen, Lanzen stechen, Zweikämpfe zu Fuss und mit Rössern. Meist fanden die Spiele nicht im engen Burghof statt, sondern draussen. Was damals der Kampferprobung diente, formte sich alsbald zur Schau.

Die Burg von „Sümeg“ bietet ein Einblick in das mittelalterliche Leben. So wie man es sich gerne vorstellt. Polierte Rüstungen, Turniere, dem Burgfräulein gewinkt. In der Arena werden Kampfszenen von Kaskadeuren nachgespielt. Danach darf  man sich den Bauch vollschlagen bis nichts mehr reinpasst. Auf den Tisch kommen wahlweise  „Bauernschmaus“ oder „königliche Tafel“.  Besteck brauchts keines: Mit den Fingern sollst Du die Speisen zum Munde führen. Wein und Wasser im Überfluss. Da kann gebechert werden bis in die Morgenstunden. So ein Ritterleben ist doch schön – zumindest heute.

Bauernschmaus:
– Schnaps als Aperitif
– Mittelalterliche Suppe
– Gänsekeule, Blutwurst mit Bratkartoffeln und Krautsalat
– Kuchen
– Weisswein, Rotwein, Wasser solange der Durst reicht

königliches Abendmahl:
– Sekt als Aperitif
– Mittelalterliche Pastete
– Mittelalterliche Suppe
– Gänsekeule, Klaubraten, Rippenbraten,
– Bratkartoffeln, Krautsalat
– Strudel
– Weisswein, Rotwein, Wasser solange der Durst reicht

Termine:
Sommer: Juli-August: jeden Tag (außer Montag) um 18.00 Uhr
Nebensaison: September bis Juni: jeden Mittwoch und Samstag um 18.00 Uhr

Burg Sümeg www.sumegvar.hu

Errichtet wurde sie in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Geschenk von König Stephan V. an das  Bistum Veszprém. Zunächst bestand die Festung nur aus einem Turm, der Zisterne und einigen anderen Räumen. Eine holprige, gepflasterte Straße führt hinauf zur Burg. Der Weg lohnt sich nicht nur wegen der Ritterspiele, sondern auch wegen der herrlichen Aussicht. „Sümeg“,  befindet sich nur 20 km nördlich vom Plattensee.