Historische Eisgrube in Sopron

eisblockDen Namensgeber, die Eisgrube der Stadt, hat man unter dem Erdgeschoß des ehemaligen Salzhauses vor nur wenigen Jahren entdeckt. Der Aufbau des Hauses ist sehr kurios, denn der Keller unter dem heutigen Restaurant wurde einst in den St.Michael Hügel hineingeschnitten. Die birnenförmige Grube, die daraus entstand wurde dann mit abgerundeten, regelmäßigen Steinen bedeckt und das Innere mit Stroh und Schilf verkleidet.

Diese Aushöhlung, so heißt es, hat man an den kältesten Tagen des Jahres mit Eisbrocken des Neusiedlersees gefüllt. Es ist zwar nur eine mündliche Überlieferung, aber den städtischen Abrechnungsbüchern Soprons zufolge, hat die Stadt seit dem Jahre 1749 Eis verkauft. Über den ehemaligen städtischen Eiskeller wurde später dann eine Schlachtbank sowie ein Feuerlöschdepot gebaut. Nachdem die Produktion von künstlichem Eis begonnen hatte, verlor der Eiskeller an Bedeutung und seine Tür wurde eingemauert.

Das wertvolle 250 Jahre alte Baudenkmal steht heute unter Denkmalschutz. Seit 1999 befindet sich eine Pension mit Restaurant  in dem Gebäude und lässt die alte Geschichte Soprons wieder aufleben, denn vom Speisesaal der Gaststätte mit dem Namen Jégverem ( Eisgrube ) kann man in die steinummauerte, birnenförmige Grube hinunterblicken.

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