Fertőrákos – auf Deutsch Kroisbach – liegt nur wenige Kilometer von Mörbisch und Sopron entfernt. Trotzdem fühlt sich der ungarische Grenzort wie eine kleine Entdeckung an. Hinter den langen Häuserzeilen verbergen sich alte Höfe, ein Bischofspalast, ein Pranger und eine Wassermühle. Oberhalb des Ortes öffnet sich ein gewaltiger ehemaliger Steinbruch, nahe der österreichischen Grenze erinnert ein römisches Heiligtum an die Zeit vor fast 2.000 Jahren.
Einen klassischen Badeausflug an den Neusiedler See darf man derzeit allerdings nicht erwarten: Das Seeareal von Fertőrákos ist weiterhin geschlossen. Gerade deshalb ist ein ehrlicher Reiseführer wichtig.
Wir zeigen euch, welche Sehenswürdigkeiten sich in Fertőrákos lohnen, wie ihr den Ort mit Mörbisch oder Sopron verbindet und was ihr vor der Anreise wissen solltet.
Fertőrákos auf einen Blick
- Ungarischer Name: Fertőrákos
- Deutscher Name: KroisbachLage: zwischen Sopron, Mörbisch und dem Neusiedler See
- Wichtigste Sehenswürdigkeit: Steinbruch und Höhlentheater
- Weitere Ziele: Mithras-Heiligtum, Ortszentrum, Pranger, Bischofspalast und Wassermühle
- Geeignet für: Kulturinteressierte, Radfahrer und Tagesausflügler
- Zeitbedarf: zwei bis drei Stunden, mit Umgebung ein ganzer Tag
- Währung: Ungarische Forint
- Anreise: mit dem Auto über Sopron, mit dem Fahrrad oder zu Fuß direkt von Mörbisch
Lohnt sich Fertőrákos?
Ja – vor allem wegen des Steinbruchs und der Lage direkt an der österreichisch-ungarischen Grenze.
Fertőrákos ist keine herausgeputzte Touristenstadt mit Fußgängerzone und dichtem Besichtigungsprogramm. Der Ort zieht sich entlang der Hauptstraße, und manche Sehenswürdigkeit ist von außen schneller gesehen, als der Reiseführer vermuten lässt.
Seine Stärke liegt in der ungewöhnlichen Mischung: römische Geschichte, alter Kalkstein, pannonische Dorfarchitektur, Erinnerungen an den Eisernen Vorhang und eine gute Radverbindung nach Mörbisch.
Wer nur durch den Ort fährt, verpasst das Wesentliche. Wer Steinbruch, Ortsrundgang und Mithras-Heiligtum sinnvoll kombiniert, bekommt einen abwechslungsreichen Halbtagesausflug.
🧭 Pannonien Tipp
Plant Fertőrákos nicht als Ersatz für einen Badetag am Neusiedler See. Das ungarische Seeufer ist derzeit nicht regulär zugänglich. Der Ort lohnt sich als Kultur- und Radausflug.
Steinbruch Fertőrákos: Ein Berg, der innen hohl ist
Der Steinbruch ist die wichtigste Sehenswürdigkeit von Fertőrákos. Schon die Einfahrt zwischen den mächtigen Felswänden zeigt, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Aussichtspunkt handelt.
Hier wurde über viele Jahrhunderte Leithakalk abgebaut. Der helle Stein entstand aus Ablagerungen des einstigen Meeres, das diese Gegend bedeckte. Im Gestein lassen sich bis heute Spuren und Fossilien früherer Meerestiere entdecken.
Der Abbau hinterließ große Hallen, Gänge und steile Felswände. Teile des Steinbruchs wirken deshalb wie eine künstlich geschaffene Höhlenlandschaft. Ein Besucherweg führt durch die Anlage und zu mehreren Aussichtspunkten.
Von den höher gelegenen Bereichen reicht der Blick über die Landschaft des Neusiedler Sees. Bei klarer Sicht wird deutlich, wie eng Fertőrákos, Mörbisch und die Schilflandschaft miteinander verbunden sind.
Für den Rundgang solltet ihr etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen. Festes Schuhwerk ist sinnvoll. In den Felsbereichen kann es auch an warmen Tagen deutlich kühler sein als draußen.
Themenpark im Steinbruch
Der Steinbruch ist nicht nur ein geologisches Denkmal. Ein Themenpark vermittelt die Entstehung des Kalksteins, die Tierwelt des früheren Meeres und die Geschichte des Abbaus.
Besonders Familien bekommen dadurch mehr als einen Spaziergang zwischen Felswänden. Die Ausstellung hilft dabei, die sichtbaren Gesteinsschichten und Fossilien einzuordnen.
Kinder unter 14 Jahren dürfen die Anlage nur in Begleitung eines Erwachsenen besuchen. Hunde, Fahrräder und Roller sind innerhalb des Themenparks nicht erlaubt. Große Teile des Rundgangs wurden barrierearm gestaltet; aufgrund der natürlichen Gegebenheiten sind jedoch nicht alle Bereiche gleich gut erreichbar.
Bei schlechtem Wetter können Freiflächen gesperrt oder die Besuchsmöglichkeiten eingeschränkt werden.
Öffnungszeiten und Eintritt
Die offizielle Seite veröffentlicht für den Steinbruch derzeit tägliche Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr, die Kasse schließt um 17 Uhr. Als Eintritt werden aktuell 2.500 Forint für Erwachsene und 1.800 Forint für Kinder, Schüler, Studierende unter 25 Jahren sowie Pensionisten genannt. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.
Diese Angaben können sich saisonal oder kurzfristig ändern. Kontrolliert deshalb vor der Abfahrt die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Steinbruchs Fertőrákos.
Adresse: Fő utca 1, 9421 Fertőrákos
Das Höhlentheater
Im Inneren des ehemaligen Steinbruchs befindet sich das Höhlentheater von Fertőrákos. Der ungewöhnliche Veranstaltungsort nutzt die hohen Felswände und die besondere Akustik der Anlage.
Auf dem Programm stehen Konzerte, Operetten, Musicals und weitere Bühnenproduktionen. Der normale Eintritt in den Themenpark beinhaltet jedoch nicht automatisch den Besuch einer Vorstellung. Dafür werden eigene Veranstaltungskarten benötigt.
An Aufführungstagen kann es rund um den Steinbruch voller werden. Das gilt besonders für die Parkplätze. Wer ausschließlich den Themenpark besuchen möchte, kommt am besten früher am Tag.
Das aktuelle Programm findet ihr direkt beim Höhlentheater Fertőrákos.
🧭 Pannonien Tipp
Plant Fertőrákos nicht als Ersatz für einen Badetag am Neusiedler See. Das ungarische Seeufer ist derzeit nicht regulär zugänglich. Der Ort lohnt sich als Kultur- und Radausflug.
Parken beim Steinbruch
Beim Höhlentheater gibt es nur eine begrenzte Zahl eigener Parkplätze. Bei Aufführungen können garantierte Parkplätze kostenpflichtig im Voraus angeboten werden. Zusätzliche Parkmöglichkeiten befinden sich laut Betreiber beim nahe gelegenen Mithras-Restaurant.
Für einen normalen Tagesbesuch solltet ihr auf die örtliche Beschilderung achten. Bei Konzerten empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise.
Mithras-Heiligtum an der Grenze
Das Mithras-Heiligtum liegt nördlich des Ortes, nahe der Grenze zu Mörbisch. Es gehört zu den ungewöhnlichsten historischen Orten rund um den Neusiedler See.
Mithras war eine Gottheit, deren Kult sich besonders unter römischen Soldaten verbreitete. Das Heiligtum von Fertőrákos stammt aus dem 3. Jahrhundert. Sein zentrales Relief zeigt Mithras bei der Tötung eines Stieres.
Nachdem der Kult verboten worden war, geriet die Kultstätte in Vergessenheit. Erst 1866 wurde das Heiligtum wiederentdeckt und freigelegt.
Die Anlage ist klein. Für die Besichtigung selbst braucht ihr keine Stunde. Der Reiz entsteht aus dem Ort: Das römische Denkmal liegt abseits des Dorfes unmittelbar an einer Grenze, die viele Jahrhunderte später durch den Eisernen Vorhang erneut besondere Bedeutung erhielt.
Das Mithras-Heiligtum ist nur saisonal und nicht an jedem Wochentag geöffnet. Die von der Gemeinde veröffentlichten Zeitangaben sind teilweise älteren Datums. Prüft den Zugang deshalb unbedingt vor einer gezielten Anreise bei der Gemeinde Fertőrákos.
Mit dem Fahrrad von Mörbisch nach Fertőrákos
Eine der schönsten Möglichkeiten, Fertőrákos zu erreichen, ist das Fahrrad. Von Mörbisch führt der Weg durch die Weingärten und über die österreichisch-ungarische Grenze in Richtung Mithras-Heiligtum und Fertőrákos.
Der Grenzübergang Mörbisch–Fertőrákos ist für Fußgänger und Radfahrer gedacht. Mit dem Auto dürft ihr diese direkte Verbindung nicht benutzen. Autofahrer müssen über einen regulären Straßenübergang und über Sopron beziehungsweise Sopronkőhida fahren.
Vom Grenzübergang lässt sich zuerst das Mithras-Heiligtum besuchen. Danach führt die Tour weiter zum Steinbruch und in den Ort.
Die Strecke ist nicht völlig eben. Zwischen Mörbisch, dem Grenzbereich und dem Steinbruch gibt es einige Steigungen. Bei Hitze und Gegenwind können diese anstrengender sein, als es die kurze Entfernung erwarten lässt.
Mitnehmen solltet ihr:
- ausreichend Wasser
- Sonnenschutz
- Ausweis oder Reisepass
- Fahrradschloss
- kleines Reparaturset
- Bankkarte oder Forint
- offline gespeicherte Karte
🧭 Pannonien Tipp
Für eine kurze grenzüberschreitende Tour kombiniert ihr Mörbisch, das Mithras-Heiligtum und den Steinbruch. Wer weiterfahren möchte, kann Fertőrákos mit Sopron verbinden.
Rundgang durch das alte Fertőrákos
Nach dem Steinbruch lohnt sich ein Spaziergang entlang der Hauptstraße. Viele Sehenswürdigkeiten liegen nahe beieinander, allerdings ist Fertőrákos kein vollständig verkehrsberuhigter Museumsort. Achtet deshalb beim Fotografieren und Überqueren der Straße auf den Verkehr.
Die alten Streckhöfe und lang gezogenen Häuser erzählen von der landwirtschaftlichen Vergangenheit des Ortes. Hinter schmalen Fassaden reichen die Grundstücke oft weit nach hinten.
Für einen kompakten Rundgang durch das Zentrum reichen ungefähr 45 bis 60 Minuten.
Der Pranger mitten im Ort

Vor dem Gemeindeamt steht ein gut erhaltener Pranger aus dem 17. Jahrhundert. Er erinnert daran, dass die Herrschaft in Fertőrákos nicht nur wirtschaftliche und kirchliche, sondern auch gerichtliche Rechte ausübte.
Der Pranger ist frei zugänglich und schnell besichtigt. Gerade deshalb gehen viele Besucher achtlos daran vorbei. Er gehört jedoch zu den markanten historischen Details des Ortes.
Adresse: Fő utca 139, Fertőrákos
Die alte Wassermühle
Nur wenige Schritte vom Pranger entfernt befindet sich die frühere Wassermühle. Das barock geprägte Gebäude stammt in seiner heutigen Form aus dem 17. Jahrhundert.
An der Fassade fallen eine Sonnenuhr und ein Marienbild auf. Eine Innenbesichtigung ist nicht immer möglich. Als Station bei einem Spaziergang durch die Hauptstraße lohnt sich die Mühle trotzdem.
Adresse: Fő utca 141, Fertőrákos
Bischofspalast und mittelalterliche Mauern
Der Bischofspalast – häufig auch Bischofsburg genannt – verweist auf die jahrhundertelange Verbindung des Ortes mit den Bischöfen von Győr. Frühere Anlagen wurden bei kriegerischen Auseinandersetzungen beschädigt. Seine heutige barocke Gestalt erhielt das Gebäude im 18. Jahrhundert.
Rund um Fertőrákos sind außerdem Reste mittelalterlicher Befestigungen erhalten. Sie zeigen, dass der Ort früher stärker geschützt und abgegrenzt war, als es die heutige lang gezogene Siedlung vermuten lässt.
Ob der Bischofspalast innen besichtigt werden kann, hängt von der aktuellen Nutzung ab. Plant ihn daher als Teil des Ortsrundgangs und nicht als garantiert geöffnetes Museum ein.
Kirche und Dorfgeschichte
Die römisch-katholische Kirche bildet gemeinsam mit mehreren religiösen Denkmälern einen weiteren Schwerpunkt im historischen Zentrum. Rund um die Kirche stehen alte Grabsteine und Statuen.
Wer sich Zeit nimmt, entdeckt entlang der Hauptstraße mehr historische Spuren, als man bei der Durchfahrt wahrnimmt. Fertőrákos funktioniert deshalb besser zu Fuß als aus dem Auto.
Mineralien- und Kristallsammlung
Im alten Reiseführer wurde eine private Kristall- und Mineraliensammlung mit festen Öffnungszeiten angeführt. Solche kleinen privaten Sammlungen können ihren Betrieb oder ihre Besuchszeiten kurzfristig ändern.
Die Gemeinde führt weiterhin ein Mineralienmuseum unter den Sehenswürdigkeiten. Wir empfehlen jedoch, eine Innenbesichtigung vorab direkt abzuklären und nicht nur aufgrund älterer Öffnungszeiten hinzufahren.
Was ist mit dem Seeufer von Fertőrákos?
Das ist die wichtigste praktische Information des gesamten Reiseführers:
Das frühere See- und Hafengelände von Fertőrákos ist weiterhin ein geschlossenes Entwicklungs- beziehungsweise Baugebiet. Reguläres Baden, der Besuch des früheren Seebades und Ausflugsschifffahrten sind derzeit nicht möglich.
Auch die frühere Fährverbindung zwischen Fertőrákos und Mörbisch fährt nicht regulär.
Im alten Pannonien-Artikel war noch von einer geplanten Eröffnung des neuen Seeareals im Jahr 2022 die Rede. Diese Information ist überholt und wird vollständig entfernt.
Den aktuellen Stand veröffentlicht das regionale Portal Fertő-tó. Prüft die Lage dort erneut, bevor ihr einen Ausflug speziell zum Seeufer plant.
🧭 Pannonien Tipp
Lasst euch von älteren Internetseiten, Karten oder Bewertungen nicht täuschen. Fotos vom früheren Strand, Hafen und Haus im See zeigen nicht die heutige Besuchssituation.
Essen und Trinken in Fertőrákos
Entlang der Hauptstraße und rund um den Steinbruch gibt es gastronomische Betriebe. Mehrere Lokale aus dem alten Reiseführer haben jedoch ihre Öffnungszeiten, ihr Konzept oder ihren Betrieb verändert.
Pathé Cafe & Restaurant
Fertőrákos, Fő u. 196 ✆ +36 30 542 5260
Mi ab 15 Uhr, Do-Sa 11-21, So 11-16 Uhr
Moderne ungarische Küche mit Pfiff: Burger, Schweinsbraten, BBQ, Desserts. Wöchentlich neue Speisekarte. Schöner Gastgarten. Tipp: Jeden Sonntag wird ein Brunch um 18 € pro Person angeboten.
Mithrasz Restaurant
Fertőrákos, Fő u. 1 ✆ +36 20 2472119
täglich 10-22 Uhr
Regionale und ungarische Spezialitäten – ideal nach einem Ausflug zum Steinbruch.
Deshalb übernehmen wir keine jahrelang alten Speisekarten und Öffnungszeiten. Kontrolliert vor der Fahrt:
- aktuellen Öffnungstag
- Küchenzeiten
- Betriebsurlaub
- Reservierungsmöglichkeiten
- Kartenzahlung
- aktuelle Adresse
Für eine größere Auswahl könnt ihr die Einkehr mit Sopron verbinden. Wer mit dem Fahrrad aus Mörbisch kommt, kann auch auf österreichischer Seite essen und Fertőrákos als reinen Besichtigungsausflug planen.
Bezahlen in Fertőrákos
In Ungarn wird mit Forint bezahlt. Kartenzahlung ist bei größeren Sehenswürdigkeiten und vielen Gastronomiebetrieben möglich, aber nicht überall garantiert.
Wenn ein Kartenlesegerät die Abrechnung in Euro oder Forint anbietet, ist die Zahlung in Forint meist die bessere Wahl. Bei der Euro-Abrechnung kann ein ungünstiger Umrechnungskurs verwendet werden.
Ein kleiner Bargeldbetrag ist für private Museen, kleine Stände und unerwartete Ausgaben sinnvoll.
Fertőrákos mit Kindern
Für Familien ist vor allem der Steinbruch interessant. Die hohen Felswände, die großen Hallen und die Ausstellung zur Urzeit bieten mehr Abwechslung als ein klassischer Ortsrundgang.
Ein brauchbares Familienprogramm ist:
- Steinbruch und Themenpark
- kurze Pause
- Pranger und Wassermühle ansehen
- Rückfahrt nach Mörbisch oder Sopron
Das Mithras-Heiligtum ist historisch interessant, für kleinere Kinder aber nur eine kurze Station. Plant den Tag nicht mit zu vielen Denkmälern voll.
Hunde dürfen nicht in den Steinbruch-Themenpark mitgenommen werden.
Fertőrákos bei Regen
Bei leichtem Regen kann der Steinbruch weiterhin besucht werden. Teile der Anlage liegen geschützt im Fels. Der Rundgang umfasst jedoch auch Außenbereiche, die bei schlechtem Wetter eingeschränkt oder gesperrt werden können.
Der Ortsrundgang ist bei starkem Regen weniger reizvoll. Als wetterunabhängige Ergänzung bietet sich Sopron an.
Prüft bei unsicherem Wetter unmittelbar vor der Abfahrt, ob der Steinbruch regulär geöffnet ist.
Drei Ausflugspläne für Fertőrákos
Der kompakte Halbtagesausflug
- Steinbruch und Themenpark besuchen
- Blick über die Landschaft genießen
- durch das Ortszentrum spazieren
- Pranger und Wassermühle ansehen
- in Fertőrákos oder Sopron einkehren
Diese Variante eignet sich für den ersten Besuch.
Fertőrákos mit dem Fahrrad
- Start in Mörbisch
- Grenzübergang mit dem Fahrrad
- Mithras-Heiligtum
- Steinbruch Fertőrákos
- Ortszentrum
- Rückfahrt nach Mörbisch
Für Besichtigungen und Pausen solltet ihr mindestens einen halben Tag einplanen.
Fertőrákos und Sopron an einem Tag
- vormittags Steinbruch Fertőrákos
- kurzer Rundgang durch den Ort
- Mittagessen
- nachmittags Altstadt von Sopron
- Kaffee oder Abendessen in Sopron
Diese Kombination funktioniert gut mit dem Auto und bietet sowohl Landschaft als auch Stadtleben.
Fertőrákos oder Fertőd?
Die beiden Orte werden wegen ihrer ähnlichen Namen leicht verwechselt, bieten aber völlig unterschiedliche Erlebnisse.
Fertőrákos steht für Steinbruch, Höhlentheater, römisches Mithras-Heiligtum und die Verbindung nach Mörbisch und Sopron.
Fertőd ist vor allem für Schloss Esterházy und Joseph Haydn bekannt. Der Ort lässt sich gut mit Sarród, Fertőszéplak und dem Thermalbad Hegykő verbinden.
Wer zum ersten Mal in Westungarn unterwegs ist, kann beide Regionen besuchen – aber besser an zwei verschiedenen Tagen.
Häufige Fragen zu Fertőrákos
Was muss man in Fertőrákos gesehen haben?
Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist der Steinbruch mit dem Höhlentheater. Zusätzlich lohnen sich das Mithras-Heiligtum sowie ein kurzer Rundgang zu Pranger, Wassermühle und Bischofspalast.
Wie lange braucht man für Fertőrákos?
Für Steinbruch und Ortszentrum solltet ihr etwa drei Stunden einplanen. Mit dem Mithras-Heiligtum, einer Radtour oder Sopron wird daraus ein ganzer Tagesausflug.
Kann man in Fertőrákos baden?
Derzeit nicht. Das frühere Seeareal ist geschlossen. Reguläres Baden und Ausflugsschifffahrten sind in Fertőrákos momentan nicht möglich.
Fährt eine Fähre von Fertőrákos nach Mörbisch?
Nein, die frühere Fährverbindung fährt derzeit nicht regulär. Ältere Fahrpläne im Internet sind nicht mehr gültig.
Kann man von Mörbisch mit dem Auto nach Fertőrákos fahren?
Nicht über den direkten Grenzweg. Dieser Übergang ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Mit dem Auto führt die Anreise über einen regulären Straßenübergang bei Sankt Margarethen und bei Klingenbach nach Sopronkőhida bzw. Sopron.
Kann man in Fertőrákos mit Euro bezahlen?
Teilweise werden Euro angenommen, darauf solltet ihr euch aber nicht verlassen. Forint oder Kartenzahlung sind die bessere Lösung.
Ist Fertőrákos auch für Kinder geeignet?
Ja, besonders der Steinbruch und der Themenpark sind für Familien interessant. Kleine Kinder dürfen die Anlage nur in Begleitung eines Erwachsenen besuchen.
Wie heißt Fertőrákos auf Deutsch?
Der deutsche Ortsname lautet Kroisbach. In älteren deutschsprachigen Reiseführern und historischen Dokumenten wird häufig dieser Name verwendet.
Unser ehrliches Fazit
Fertőrákos ist kein Badeort mehr und auch kein Ziel für einen ganzen Urlaubstag voller geöffneter Museen. Wer mit diesen Erwartungen kommt, könnte enttäuscht werden.
Als grenzüberschreitender Kultur- und Radausflug funktioniert der Ort jedoch sehr gut. Der Steinbruch liefert das große Erlebnis, das Mithras-Heiligtum die überraschende Geschichte und der alte Ortskern einige sehenswerte Details.
Am besten verbindet ihr Fertőrákos mit Mörbisch oder Sopron. Dann entsteht ein Tagesausflug, der genau das zeigt, was die pannonische Region interessant macht: kurze Wege, zwei Länder und völlig unterschiedliche Erlebnisse auf wenigen Kilometern.
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