Ungarn: Mehr Lohn für Beschäftigte im Gastgewerbe

“Wegen Personalmangel ist die Küche ab 18 Uhr geschlossen”. Das Schild vor einem Restaurant in Sávár ist in Ungarn derzeit öfters anzutreffen. Arbeit gäbe es genug, aber Köche und Kellner sind längst ins Burgenland, in die Skigebiete und weiter nach Westen abgewandert. “Es ist ein Wahnsinn, obwohl ich einen guten Lohn bezahle, bekomme ich seit Monaten keine Kellnerin”, sagt Peter S., der in Sopron ein Kaffeehaus betreibt. Die Abwanderung soll nun ein Ende haben. “Der ungarische Arbeitnehmerverband für Tourismus und Gastronomie plant im nächsten Jahr die Einführung von Minimallöhnen in Höhe von mehr als 180 Tausend Forint pro Monat (etwa 580 Euro)”, sagte der Präsident des Verbandes, Zoltán Pál Gál.

Die zusätzlichen Kosten sollen vor allem aus der Senkung von Steuern und Lohnnebenkosten kommen. Dazu seien bereits seit geraumer Zeit Verhandlungen mit der Regierung und der Gewerkschaft im Gange. Erst heuer wurde die Umsatzsteuer in der Gastronomie bereits für einige Positionen von 27 auf 18 Prozent gesenkt. Zudem ist die Einführung einer Mehrwertsteuer von 5 Prozent für alle Hoteldienstleistungen geplant!

Quelle Balaton Zeitung

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