Wirbel um Erhöhung der Ortstaxe

Unter dem Motto “Anpassung der Ortstaxe an österreichischen Standard” soll diese ab 2012 von 0,.90 auf 1,50 € erhöht werden. Mit unterschiedlichen Argumenten treten die Betroffenen dagegen auf. Sowohl gegen die Erhöhung, als auch gegen die Verteilung. Ich bin kein Betroffener, kann die Aufregung aber sehr wohl verstehen. Meine Verwunderung gilt der diesbezüglichen Presseinformation des Landestourismusverbandes.

In dieser Information heißt es u.a. “Für Tourismusdirektor Mario Baier ein wichtiger Schritt, um die Erfolge der letzten Jahre weiterzuführen.”

Welche Erfolge sind damit gemeint? Eine kleine Milchmädchenrechnung für die letzten Jahre: von 2008 auf 2009 gab es im Burgenland ein Nächtigungsplus von 54.132,davon hatten die neuen Hotels in Parndorf und Frauenkirchen, die sicher in Eigeninitiative ihre Gäste gewannen, +25.792, bleibt ein Plus von 28.340 Nächtigungen. Selbst wenn diese alle dem Haydnjahr zugerechnet würden, wäre das zu wenig für die Sonderzuschüsse, die dafür kassiert wurden. – Von 2009 auf 2010 gab es einen Nächtigungszuwachs von 44.050 insgesamt, aber Parndorf und Frauenkirchen allein hatten einen Zuwachs von 73.022 Nächtigungen. Demnach wurden ohne diese neuen Hotels 28.972 Nächtigungen verloren. Wo sind also die Erfolge der letzten Jahre, die weitergeführt werden sollen?

Es heißt weiter: “Die Einnahmen sollen tourismusfördernden Maßnahmen zugute kommen und es ermöglichen, dass auch in Zukunft national und international die Dachmarke Burgenland noch mehr gestärkt werden kann.”

Wischewasche. Welche “tourismusfördernden Maßnahmen” sind das? Wenn ein Handwerker von mir einen bestimmten Geldbetrag verlangt, dann sagt er mir genau, was er dafür leistet. Ich kenne keinen Hotelier, der sich gegen eine Bezahlung weigert, wenn ihm konkret gesagt wird, was ihm dafür geboten wird. Gerade die Hotels, die das meiste zu bezahlen hätten, schaffen ihre Erfolge durch Eigeninitiative und verlassen sich nicht auf nebulose „tourismusfördernde Maßnahmen“ eines Verbandes.

Es heißt weiter: Für 2011 sind deshalb mehr als 300 Marketingaktivitäten auf rund 10 Märkten geplant.”

Heraus mit den Fakten. Um welche Aktivitäten und um welche Märkte handelt es sich da? Wenn Sie diese einigen führenden Hoteliers vorlegen, dann können Sie wahrscheinlich alle Nullen darin streichen. Ein typisches Beispiel: 2008 warf ich in einem Rundschreiben dem Landestourismusverband vor, daß unsere Tourismusbetriebe immer noch nicht wissen, wie für das Haydnjahr 2009 geworben wird, wie sie mitmachen und worauf sie sich einstellen können. Daraufhin wurde Herr Gucher von höherer Stelle veranlaßt, mich einzuladen und mich zu informieren. Er empfing mich, legte mir einen prallgefüllten Ordner mit der Bemerkung vor, das seien alles Planungen für das Haydnjahr – und begann zu reden. Nach einigen Minuten griff ich zum Ordner, er unterbrach, zog den Ordner zu sich und bemerkte: „Das ist alles noch geheim.“ – Und das Monate vor Beginn des Haydnjahres. – Ich ging. – Bis heute haben manche Zuständige noch nicht begriffen, welch Riesenflop das Haydnjahr für den Tourismus war. Viel größer in der Relation als der Flop bei den Segelweltmeisterschaften.

Es heißt weiter: “Bei dem im Burgenland erhobenen durchschnittlichen Nächtigungsaufwand des Gastes von rund 43 Euro bedeutet die Anhebung der Ortstaxe eine Erhöhung von lediglicht 1,4 % auf 43,60 Euro.”

Interessant, wie hier mit dem Prozentsatz heruntergespielt wird. Warum heißt es hier nicht, dass die Erhöhung der Ortstaxe von 0.90 € auf 1,50 € ja nur 66,66 % beträgt. Für wie dumm werden die burgenländischen Zimmervermieter gehalten?

Zum Schluß heißt es: “Burgenland Tourismus setzt mit den zusätzlichen Mitteln auch Werbeaktivitäten, die den burgenländischen Betrieben zugute kommen; von den Investitionen in qualitätsverbessernde Maßnahmen profitiert nicht zuletzt auch der Gast. – Selbstverständlich ist dabei auch für den Burgenland Tourismus, dass diese Mittel in Marketingmaßnahmen fließen müssen, welche inhaltlich qualitativ hochwertig und gezielt sind. Es ist klar, dass Qualität ihren Preis hat, aber letztlich hat alles andere beim Konsumenten und bei den Multiplikatoren am Markt keinen Erfolg und erzielt kein Ergebnis.”

Bitte, erlassen Sie mir einen Kommentar zu diesen Floskeln. Glaubt der Schreiber wirklich, daß er damit die burgenländische Hotellerie „einwickeln“ kann? Oder will er mit diesen Sätzen ohne konkreten Inhalt seine Vorgesetzten beeindrucken? Ich kann mir mit bestem Willen nicht vorstellen, dass unsere zuständigen Politiker mit solchen Nichtargumenten über unsere Hotellerie und Zimmervermieter drüberfahren.

29 Comments

  1. Eine Mittelburgenländerin ;-)

    Warum ist die Ortstaxe in ganz Österreich nicht einheitlich ? Wenn wir in Orte fahren wo die Ortstaxe höher ist als 1,50 bezahlen wir diese ohne darüber nachzudenken. Über den Preisvergleich gleichwertiger Hotels im Burgenland zu anderen Bundesländern will ich gar nicht schreiben. Warum müssen wir im Burgenland bei den Preisen immer im unteren Bereich sein ??? Wir bieten hervoragende Qualität und Leistung. Das schätzen die Gäste bei uns, nur kosten soll es halt weniger als woanders. Die Gäste aus Deutschland und manchmal aus dem Westen meinen im Burgenland müssen die Preise weit unter denen vom restlichen Österreich sein. Ist unsere Arbeit und unsere Leistung wirklich weniger wert? Warum eigenlich ??? In Deutschland hab ich jetzt gerade geschaut da ist die Ortstaxe(was ich gefunden habe) zwischen Euro 1,40 und 3,20. In Wien übrigens Euro 2.80. Darüber wird nicht einmal diskutiert das ist einfach so.

    • Das Burgenland ist NICHT billig- wenn ich drandenke dass die Hotelbauten der letzten 10 Jahre zum überwiegenden Teil mit Förderungen der EU und des Bundes und des Landes bis zu 45% unterstüzt wurden und ihr die Ungarn als billige Mitarbeiter massenhaft beschäftigt sind so ist es überteuert! Dazu zahlen wir z.B. in Stegersbach eh’ schon EUR 2,- Kurtaxe!

      • Eine Mittelburgenländerin ;-)

        Lieber Ferdl21, ich habe nicht geschrieben das wir im Burgenland billig sind. Es wird von uns nur immer erwartet das wir uns unter unserem Wert “verkaufen sollen”. Preis-Leistung im Burgenland passt sehr gut! Manche bieten sogar mehr Leistung als sie leisten müssten… 45% Förderung??? Da gab es doch mal in meiner Kindheit ein Märchen… hmm… wie ging das noch mal…;) Billige Mitarbeiter??? Es gibt einen Kollektivvertrag der ist für alle Mitarbeiter gleich. Und meines Wissens sind im Westen von Österreich sehr viele Menschen aus Ungarn Saisonarbeiten. Also bitte nicht die Leistung und Arbeit der Menschen im Burgenland in irgendeiner Form beschreiben als wäre diese nicht das gleiche Wert als im Rest von Österreich. Danke. Und wenn sie in Stegersbach jetzt Kurtaxe Euro 2.- bezahlen dann sind sie doch sicher froh wenn es jetzt auf Euro 1.50 geändert wird :)))

        • Liebe @Mittelburgenländerin > auch wennst noch so “dagegenschreibst” es stimmt was ich andiskutierte! Mitarbeiter die überwiegend nur am Wochenende beschäftigt werden sind Fakt, die Kurtaxe in Stegersbach ebenso! Also ned abschwächen wenn ein Gast Fakten berichtet!

          • Eine Mittelburgenländerin ;-)

            Lieber Ferdl21: na wenn sie das so schreiben dann darf man natürlich nichts “dagegenschreiben”. Obwohl sie am 22.9. gar nichts von Wochenendbeschäftigung geschrieben haben… Sollen die Angestellten im Tourismus ihrer Meinung nach nur von Montag bis Freitag arbeiten und am Samstag und Sonntag machen sich die Gäste selber das Frühstück und räumen auch die Zimmer selber zusammen? Oder wie stellen sie sich das vor? Arbeiten muß man wenn Arbeit ist. Und im Tourismus ist dies eben hauptsächlich am Wochenende 😉

          • Zu: “Arbeiten muß man wenn Arbeit ist. Und im Tourismus ist dies eben hauptsächlich am Wochenende” – ich bin 45 Jahre im bzw. für den Tourismus tätig und stelle fest, dass auch Angestellte im Tourismus eine zeitlich ausreichende Beschäftigung bevorzugen, Samstag und Sonntag zu arbeiten und dann den Rest der Woche “übrig” zu sein, nichts zu verdienen und perspektivlos in die Zukunft blicke nzu müssen – DAS ist ein Teil der Verweigerung der jungen Generation im Tourismus arbeiten zu wollen! Ausserdem ist für ein gutes Betriebsergebnis “Betrieb” am Wochenende “a Bisserl” wenig liebe Burgenländerin – da solltest Du Dich etwas mehr anstrengen – z.B. mit einer nachfrageorientierten Preispolitik, Aktionen etc… – aber das ist wieder eine andere Geschichte gell!

          • Eine Mittelburgenländerin ;-)

            Lieber Ferdl21: leider geht der letzte Beitrag nicht zu kommentieren deshalb meine Antwort dazu hier: ich weis nicht in welchem Betrieb sie gearbeitet haben oder von wem sie diese Auskunft haben. Wenn ihnen der Kollektivvertrag im Tourismus zu wenig ist dann müssten sie das bitte wo anders deponieren und nicht hier. Wenn sie sich im Urlaub eine gute Qualität und eine gute Leistung erwarten, dann hat dies eben seinen Preis. Aktionen kann man auch im Tourismus machen (auch in anderen Bundesländern), aber irgendwann leidet die Qualität darunter. Natürlich kann man auch die Gäste bitten sie sollen nur unter der Woche zu uns kommen, oder am Wochenende sich selber das Frühstück machen und das Zimmer selber zusammen räumen damit das Personal Samstag und Sonntag zu Hause bleiben kann. Es ist nur die Frage ob unsere Gäste das möchten 🙂 Wir können gerne wenn sie möchten per du sein.

  2. Gertrude Linder

    Die Erhöhung der Ortstaxe um 66 % ist für die Gäste eine Zumutung, wie mir heuer schon mitgeteilt wird.
    Noch dazu werden im nächsten Jahr auch Gäste die beruflich hier zu tun haben, Ortstaxe zu bezahlen haben. Bisher waren diese befreit!
    Wir bieten unseren Gästen die kostenlose Neusiedler-See-Card, welche von den Familien sehr begrüßt wird. Allerdings wird diese für 2012 bereits vom 30. März bis 28. Oktober verrechnet. Im März, April und Oktober gibt es nur noch wenige Angebote, die der Gast nützen kann, der Beherbergungsbetrieb aber jeden Tag während seines Aufenthaltes zu bezahlen hat. Auch das sollte man einmal bedenken!

  3. Da machen sich die Hotelbesitzer Sorgen wegen der geplanten Erhöhung der Ortstaxe. Schlafen unsere Oppositionsparteien? Mir ist bis heute keine Stellungnahme von ihnen zu diesem Thema bekannt. Oder ist ihnen der Tourismus egal?

  4. Ich kenne Herrn Gossy schon sehr lange, aber wie wäre es, wenn er seine langjährige Erfahrung und sein Wissen um unseren Fremdenverkehr nicht nur in Kritik verpackt, sondern an unsere vielen jungen Angestellten in den örtlichen Tourismusbüros weitergibt. Das würde unserem Fremdenverkehr viel mehr bringen.

  5. Guten Tag,
    ich wohne und lebe in Hamburg und werde in diesem Jahr zum
    vierten Mal meinen Urlaub im Burgenland verbringen.
    Ich frage mich, aus welchem Grund und vor allem wofür soll
    die Kurtaxe um sage und schreibe 66 Prozent angehoben werden? Welche tollen touristischen Highlights sollen hierdurch refinanziert werden?
    Ich meine, dass eine derartige Erhöhung in keinster Weise
    der Förderung des Fremdenverkehrs zuträglich ist. ganz im Gegenteil: Es ist schon ein Unterschied, ob ich für meine
    vierköpfige Familie in zwei Wochen Urlaub EURO 50,40 oder
    sage und schreibe EURO 84,00 hinblättern muss.
    Leute, so klappt das nicht.

    • Josef Gossy

      Lieber Tourist aus Hamburg,Sie haben da etwas falsch verstanden. Nicht der Zimmerpreis soll um 66 % angehoben werden, sondern die Ortstaxe soll von 90 Cent auf 1,50 € pro Nächtigung angehoben werden. Das sind die 66 %. Hoffentlich unterliegen andere urlaubswillige Interessenten nicht auch einem solchen Irrtum, was gar nicht möglich gewesen wäre, wenn sich die für diese geplante Erhöhung Verantwortlichen mit den Hoteliers abgesprochen hätten und wenn es nicht zu dieser dilletantischen Presseaussendung gekommen wäre, die diese Reaktionen erst richtig angeheizt hat.

      • lieber Herr Gossy!

        Sie haben da was nicht verstanden, die Rechnung des Gastes stimmt:

        4 Köpfe x 14 Tage x € 1,5 = € 84,-
        Preiserhöhung für die “nichtleistung” der öffentlichen Hand: € 33,60

        dazu noch die neu eingeführte AKM, die gestiegenen Kanalgebühren, Mineralölsteuer, etc… das läppert sich, und wird in der derzeitigen marktsituation keinesfalls 1:1 an den Gast weitergegeben werden können.

        Lieber Tourist aus Hamburg. Ein kleiner Trick wie sie den gierigen Bürokraten ein Schnäppchen schlagen können. Mach Sie doch statt Ihren Urlaub eine Dienstreise. Diese sind nämlich von der Ortstaxe befreit. Als bestätigung für die Gemeinde braucht der Zimmerwirt nur eine Rechnung mit Firmenanschrift.

        • Josef Gossy

          Lieber Dorfwirt, Sie haben Recht. Ich habe die “zwei Wochen” übersehen, weil ein solch langer Urlaubsaufenthalt bei uns leider bereits zu den Seltenheiten gehört.

          Andere Preissteigerungen sind leider auch zu fürchten und das trifft unseren Tourismus besonders,da ja gerade die Urlauber bei uns nicht zu den betuchtesten zählen.Das müßten allerdings auch unsere Tourismus-Politiker wissen und daher andere Überlegungen zur Lösung der aufgelisteten Problemne anstellen.

          Die drohende Erhöhung mit einem illegalen Trick zu umgehen, finde ich allerdings mehr als problematisch.

  6. Liebe Kollegen!

    Wenn Ihr erlaubt, dann möchte auch ich mich gerne aus dem südlichsten Zipfel (auch ein zahlendes Zwangsmitglied) ein wenig anschließen und meine Meinung zur Ortstaxenerhöhung äußern.

    Bei uns müssen die Beherberger ohnehin jetzt schon noch zusätzlich € 1,32 Werbekostenbeiträge pro Nächtigung abliefern!

    Mit der neuen Erhöhung sind wir dann also bei € 2,82 pro Nächtigung und das in einer Region, wo viele mit Preisen um die € 20,– pro Nacht verkaufen müssen, damit überhaupt Gäste kommen!

    Das ist wieder einmal ein Anschlag auf die kleinen Beherberger, die sich ohnehin nicht wehren können!

    Was bei uns so mit dem eingehobenen Geld gemacht wird, das könnt Ihr hier nachlesen, falls Ihr den Artikel nicht ohnehin schon kennt:
    http://www.krone.at/Burgenland/Tourismusverband_zahlte_fuer_duerftige_Homepage_14.500_Euro-Aerger_in_Jennersdorf-Story-248555

    Es ist wirklich eine Frechheit, jetzt wollen Sie noch mehr Geld für Ihre Gegengeschäfte (siehe auch: http://www.bvz.at/lokales/bvz-ausgaben/guessing/aktuell/art5631,31139).

    Die Herrschaften sind wohl noch nie auf die Idee gekommen, zur Abwechslung endlich einmal wirtschaftlich sinnvoll in den Tourismusverbänden zu arbeiten.

    Es ist natürlich ohne Zweifel einfacher, wenn noch mehr Geld von den fleißig arbeitenden Beherbergern und Hotelieren kassiert wird.

  7. Schluss mit dem “Gebührenerfinden”!

    Immer wieder wird “etwas verbessert”, Leistungen sieht man keine – aber die Kassa klingelt.

    Für den Touristen ist diese fast 70%ige Verteuerung nicht zumutbar, greifen doch inzwischen alle öffentlichen “Dienstleister”/Behörden ungeniert in die Tasche der schwer verärgerten Bürger, die sich durch die neue Raffgier von Politik und Polithaberern immer weniger leisten können!

    Wir wollen uns diese Schröpfmßnahmen nicht mehr gefallen lassen. Ein Mubarakeffekt muss her – Schluss mit der Abzocke!

  8. Burgenland GAst

    Wenn ich mir das Affentheater von Michaela Resetar anschaue wird mir schlecht.
    Sie will unbedingt die Ortstaxe erhöhen, wie mit den Roten vereinbart. Zusammenarbeit der Schwarzen und Roten heißt wieder mal Abgaben anheben, um gar um über 60 %.
    Seit dagegen, Burgenlander, sonst bekommst nie bessere Politiker.

  9. Die Problematik der Position der ÖHV zu dem Thema ist, dass Sie keine Alternativen wie z.B. Rationalisierungen oder Abschaffung der Regionalverbände vorgeschlagen hat.

    Sondern Jandl ist als Ministrant von Hans Niessl aufgetreten. In Wirklichkeit ist Jandl kein Unternehmer sondern wie sein Vize Kalcher ein Angesteller einer Bank/Versicherung.
    Wie bei der Wirtschaftskammer, Perner & Sagmeister haben mit Privatwirtschaft soviel gemein, wie Hund & Katz.

    Alternativen der ÖHV im Burgenland sind Birgit Wende & Herbert Pauer. Sie könnten der ÖHV jene privatwirtschaftliche Note verleihen, die in diesem Land fehlt. Im Burgenland regieren nämlich Sozialismus und Beamtenwirtschaft.

    Der neue Tourismuschef, Name nicht geläufig, ist eine Kunst-(Witz ?)figur der Politik. Die Schuhe seines Vorgängers sind ihm einige Nummern zu groß.
    Aber damit müssen wir die nächsten Jahre leben.

    • Josef Gossy

      Zu “Joe”:
      Es steht außer Frage, daß Rationalisierungen und die organisatorische Neuausrichtung der Tourismusverbände dringend notwendig wären.Die Initiative dazu müßte allerdings von der Politik ausgehen,wobei sicher bei Erstellung eines Konzeptes die Mitarbeit der ÖHV wertvoll wäre.Nur hat die geplante Erhöhung der Ortstaxe damit nur sehr am Rande etwas zu tun.

      Welche Positionen Jandl, Kalcher,Perner & Sagmeister haben, ist unerheblich.Sie alle arbeiten im Tourismus und haben meiner Meinung nach ein Interesse daran,daß das Problem Ortstaxe im Sinne des Tourismus gelöst wird, den keine der erwähnten Personen hat davon einen persönlichen Vorteil.Erst wenn die Hintergründe und die
      konkreten Ziele der geplanten Erhöhung auf dem Tisch liegen,kann man beurteilen,ob sie notwendig sind,oder ob die Ziele auch anders erreicht werden könnten.

      Alternativen zu Vorstandsmitgliedern der ÖHV zu bieten, geht weit über die zur Diskussion stehende Problematik hinaus.Ich nehme an,daß diese Funktionen in einem demokratischen Verfahren vergeben werden, wo sich jedes Mitglied bewerben kann.

      Die Bemerkung über den neuen Tourismuschef möchte ich nicht kommentieren, da sie unter der Gürtellinie liegt.Ich werde aber demnächst einen konkreten Fall aufgreifen, der ihn betrifft.Dass ihm aber die Schuhe seines Vorgängers um einige Nummern zu groß sind,möchte ich bezweifeln und ich werde versuchen, dies zu widerlegen.

  10. Danke für den Kommentar!

    Es tut gut zu sehen dass es wenigstens einen gibt der sich der allgemeinen Lethargie der burgenländischen Touristiker gegenüber der Beamtendiktatur entgegenstellt.

    Leider gilt “nur nicht unangenehm Auffallen” bei den meisten Hotelliers und Zimmervermietern als Maxime im Umgang mit Gemeinden und Tourismusbehörden.

    Der Landespräsident der Hotelliervereinigung Jandl ist dafür das beste Beispiel: anstatt sich gegen das Abkassieren zu wehren und eine Strukturbereinigung un der Verbände zu fordern gilt auch für ihn “Goschen halten – Hände falten”.

    Offenbar will man den weiteren Fluss an Fördergeldern und die öffentliche Hand als Kunden für die neue Veranstaltungshalle nicht aufs Spiel setzen. Da wird lieber bei jeder Gelegenheit mit dem Landeshauptmann aus dem Bezirksblatt um die Wette gelächelt.

    • Josef Gossy

      Mit so vielen und so intensiven Reaktionen auf meinen Kommentar zu dieser Presseaussendung habe ich nicht gerechnet. Ich werde aber versuchen, auf jeden einzelnen sachlich einzugehen.
      Zum “Dorfwirt”:
      a)Ich stelle mich der “Beamtendiktatur” nicht entgegen.Diese hat nichts zu sagen.Die Entscheidungen fallen durch die Politiker.Ich vermute Inkompetenz bei den Tourismusbeamten (siehe Presseaussendung). Mich wundert es, daß sich unsere Politiker in eine solche Situation manövrieren lassen.Man kann von ihnen zwar keine Fachkompetenz erwarten (schließlich hat jedes Regierungsmitglied mehrere Referate),zumindest aber LH Nießl traue ich zu,daß er betroffene Fachleute aus der Branche mit diesem Plan konfrontiert.Ich bin überzeugt,daß da Vorschläge kommen,die ohne Erhöhung der Ortstaxe zum vorgesehenen Ziel führen.

      Den Angriff auf Herrn Jandl finde ich nicht gerechtfertigt, da dieser viel zu viel Fachmann ist, um nicht zu wissen,daß die Erhöhung um 60 Cent für keinen Hotelier ein Problem darstellt,wenn sich dieser durch die offengelegten damit geplanten Maßnahmen ausrechnen kann, daß er damit nicht nur die 60 Cent, sondern sogar mehr hereinbekommt.Das der Politik und der Hotellerie gegenüber zu untermauern wäre Aufgabe unserer sogenannten Fachleute im Tourismusverband.

  11. Bert Jandl ist die größte Ernüchterung bei der Ortstaxe Posse.
    Anstatt die Erhöhung in Frage zu stellen oder eine Rationalisierung im Burgenland Tourismus zu fordern hat er kleinlaut postuliert: Wenn wir wissen, wofür die zusätzlichen Gelder verwendet werden, sind die Hoteliers bereit, die erhöhte Steuer für das Land einzutreiben.

    Diese Aussagen sind für eine private Interessensvertretung dürftig. Solche Aussagen kommen normalerweise von den Wirtschafskammer-Funktionären.

    • Josef Gossy

      Zum “BRUDER”: Warum sollte Bert Jandl die Erhöhung in Frage stellen, solange er nicht weiß, was damit passiert? Was würden Sie sagen, wenn sich herausstellt, daß damit Aktionen finanziert werden, von denen Sie überzeugt sind, daß sie zwar 60 Cent kosten, aber einen Euro bringen? Garantieren kann Ihnen diesen Gewinn zwar niemand, aber Fachleute sind in der Lage abzuschätzen, wie die Chancen stehen.Und wenn sie als gut eingeschätzt werden, dann sollte man es probieren. Voraussetzung es allerdings, dass der Tourismusverband die Karten auf den Tisch legt.Nicht anders habe ich die Äußerung Bert Jandls eingeschätzt.

  12. Funktionär

    Wenn der WKO Beamte Perner, mit dem Landestourismusbeamten Bayer und den beamteten Hauptschullehrer Niessl & Bieler die Tourismuspolitik eines Landes machen, was soll da herauskommen ?

    Da fehlt noch der Jandl Bert. Ihm ist der Rockzipf und das Füllhorn seines Freundes Niessl heilig.
    Auch der Spitalslandesrat Rezar hat etwas zum Tourismus zu sagen: Die Ortstaxe trägt sowieso der Gast, sprich die Wähler der SPÖ. Und die sind ihn offensichtlich egal.

    Alles in Allem. Viel Aufregung um Nichts. Die Beamtenpartie hat es sich wieder einmal gerichtet, die Gelder für die vielen unnötigen Landesverband Burgenlandtourismus Mitarbeiter sind gesichert.

    Das niemand auf die Idee kommt, 50 % der Belegschaft zu reduzieren. Würde niemanden auffallen, außer dem Oliver Baier vielleicht.

    • Tourismusmitarbeiterin

      Das an den Mitarbeitern auszulassen, finde ich aber auch nicht ok. Die können ja auch nichts dafür. Es gibt eh so wenige Arbeitsplätze im Burgenland. Wenn diese jetzt auch noch gestrichen werden, dann kann man das Burgenland bald ganz vergessen und den Tourismus auch!

      • die Tourismusmitarbeiterin hat völlig Recht!

        Die Sicherung der Beamtenplanstellen den Mitarbeitern im Tourismus aufzubürden ist nicht OK!

        Wenn in Zukunft die Gäste ausbleiben, weil sie sich die, von immer gieriger werdenden Beamten, in die Höhe getriebenen Gebühren für Ortstaxe, Kanal, AKM, Mineralölsteuern, etc. sowie die gestiegenen Einkaufspreise für Semmeln, Kaffee, etc. nicht mehr auf sich nehmen wollen werden die Wirte wohl oder übel Mitarbeiter vor die Tür setzen oder ganz zusperren müssen.

        Die zahllosen Tourismusbeamten in den Verbänden kostet das hingegen nicht einmal einen Huster – die sitzen fett und faul im gemachten Nest und wenn die gebühren ob der sinkenden Nächtigungen weniger stark fliessen werden sie halt erhöht. Die Partei sorgt schon dass es Ihren Schäfchen nicht schlecht ergeht.

      • Josef Gossy

        Zur “Tourismusmitarbeiterin”: Sie reagieren da anscheinend auf den Kommentar des “Funktionärs”, der die Belegschaft um 50 % reduzieren möchte. Ich weiß leider nicht wie groß der Stand der Belegschaft ist, bin aber auf Grund der Ergebnisse der Meinung,dass dort zumindest zu viele Dilletanten werken(siehe Presseaussendung).

    • Josef Gossy

      Zum “Funktionär”: Der WKO-Beamte Perner macht keine Tourismuspolitik. Die Hauptschullehrer Niessl & Bieler sind gewählte Mandatare.Beide sind Mitglieder der Landesregierung und stehen mehreren Ressorts vor.Von keinem Regierungsmitglied kann man aber verlangen, dass es für jedes Ressort Fachkompetenz besitzt.Dazu hat man Beamte. Herr LH Niessl trägt als Chef der Regierung Verantwortung für die ganze Landespolitik und LR Bieler ist Chef der Kulturabteilung und Kultur ist mit Tourismus eng verbunden.

      Bei Ihrer Aufzählung fehlt mir allerdings der Name von Frau Resetar. Sie ist Ressortchefin im Tourismus und somit Hauptverantwortliche für die Tourismuspolitik und sie hat sogar berufliche Teilvoraussetzungen für den Tourismus, von denen man bisher allerdings nichts bemerkte. Da die Presseaussendung, die ich kritisiere aus dem Landesverband kommt, deren Chefin sie ist, darf man annehmen, dass sie hinter der Erhöhung steht.
      Wenn Sie also behaupten, die “Beamtenpartie” im Landesverband Burgenlandtourismus hat es sich wieder einmal gerichtet, dann würde das heißen,Frau Resetar ist zu schwach, um sich im Landesverband durchzusetzen.

      Sie erwähnen auch LR Rezar, der sagte, dass die Ortstaxe sowieso der Gast trägt.Richtig. Aber was soll der Gast noch alles tragen? Erhöhen wir doch den Strompreis in den Hotels, die Wassergebühr,…das trägt sowieso der Gast.Eine solche Einstellung kann nur ein Landesrat äußern,der den Groschen nicht umdrehen muß.

      • Die “beurflichen Voraussetzungen für den Tourismus” von LR Resetar beschränken sich auf die stellvertretende “Geschäftsführung” des volkseigenen Kur und Thermenkombinats Bad Tatzmansdorf.

        Berufliche Erfahrungen zur Ausübung dieses Postens hatte sie dafür keine … wozu auch, die Partei hat es gerichtet.

        Das von Personen mit derartigem beruflichen Hintergrund nur real exitierender Kommunismus praktiziert wird kann wohl kaum verwundern.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*