Hohe Erwartungen an Eisenstädter Schmankerltage

Es ist fast zum Fürchten, wenn man in burgenländischen Wochenzeitungen ließt, daß 60.000 Besucher an allen 5 Tagen der kommenden Wein-und Genusstage in Eisenstadt erwartet werden. Wie kommt man auf so eine Zahl, wo man doch weiß, daß der heimliche Spitzname der Landeshauptstadt „Geisterstadt“ ist?

12.000 Besucher pro Tag bei den Wein-und Genusstagen in Eisenstadt?

Dabei bezieht man sich im Rathaus auf die letzte Erhebung der Besucherfrequenz in der Fuzo. Da sollen pro Tag zwischen 8.000 und 10.000 Menschen (!) in der Hauptstrasse unterwegs gewesen sein. Es handelte sich dabei aber nicht um Personen, sondern um 10.000 „Kontakte“, die gezählt wurden. Vergleichbar ist das Szenario etwa mit sogenannten „page impressions“. Das heißt, wenn ein Internetuser z.B. 7 Mal auf dieselbe website klickt; hier bei dieser Zählung ging ein und diesselbe Person mehrmals an dem Zählwerk Student  vorbei. So kommt kommt man halt schnell auf 10.000!

An den Schmankerltagen werden demnach zusätzlich 4.000 Personen-Impressions mehr pro Tag erwartet. Andererseits, wenn täglich auch „nur“ 1.000 Personen extra zum Eisenstädter Wein-und Genussfest kommen, kann das schon als voller Erfolg gewertet werden.

Praktisch ist natürlich der Standort: Hier profitiert man von den Leuten, die sich sowieso in der Fuzo aufhalten. Zwar war die Location beim, leider verblichenen, Fest der 1000 Weine einzigartig, doch auch die barocke Innenstadt hat ihren Charme.

Vom Genußpublikum profitieren auch die Schanigärten der Innenstadt, die als Partnerbetriebe mit dabei sein dürfen.

11 Stände Wein – 18 Stände Genuss

Ansonsten präsentieren an 11 Weinständen die verschiedenen Winzer ihre Weine, die vor allem aus der Region stammen, d.h. also Eisenstadt, St. Georgen und Kleinhöflein. Das Weinangebot (er)reicht aber auch den DAC Mittelburgenland, DAC Eisenberg und DAC Leithaberg, die man Gott sei Dank auch hat ins Boot holen können.

Der Rest von den gesamten 29 Anbietern, besteht aus Genussständen, die entlang der Fussgängerzone ihre Spezialitäten aus burgenländischen und ostösterreichischen Genussregionen und Bio-Produzenten anbieten. Da gibt es dann z.B. Rosen-und Lavendel-, sowie verschiedene andere Kräuterprodukte, Honig und Liköre, Marmeladen, Nuss und Kästn‘, Hammerfleisch und Rohschinken vom Tschürtz, Bauernbrot, verschiedenen Gemüse, Obst, Säfte, Öle u.v.m.  Allerdings verfehlt der Innviertler Surspeck sowie der Tiroler Speck, der ebenfalls angeboten wird, ein wenig die ostösterreichische Region, aber nur haarscharf! Dabeisein ist alles! Dafür gibt es wie immer die allseits beliebten Kartoffeln vom „Bauer“.

Der Faktor Unterhaltungsmusik darf natürlich auch nicht fehlen. Allerdings geht man vom Ramba Zamba weg; lässt sich berieseln mit Jazz und Blues. Schließlich sollen sich die Leute ja noch unterhalten können. Auf der kleinen Bühne neben der Pestsäule spielen unter anderem die „Präsidenten“ (Freitag, 26. August).

Alle Weine in der Selektion

Damit es für die Gäste die Möglichkeit gibt, auch „andere“ Weine zu kosten, bietet die Vinothek „Selektion Burgenland“ täglich um 17:30 Uhr eine kommentierte Weinverkostung in der Vinothek an.

Als kulturelles Highlight ist Schloss Esterházy ebenfalls integriert. Im Zuge eines Stadtrundgangs ist der Besuch der Ausstellungen im Schloss inklusive (11 Euro). Zum Abschluss gibt es dann noch ein Kostglas Wein.

Wein- und Genusstage Eisenstadt:
Von Mittwoch, dem 24. bis Sonntag, dem 28. August 2011 im Zentrum von Eisenstadt, täglich von 10.00 bis 00.00 Uhr. (Eröffnungstag, Mittwoch, 24. August ab 16.00 Uhr)!

Freier Eintritt!

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Sandra

Mein Fazit zu dem gestrigen Abend @ Wein&Genusstage Eisenstadt: Die „Band“, bessergesagt das Vollblut-Duo (Bontempi und Kontrabass) vergrault definitiv die Gäste, allem voran auch junge Leute.. motiviert leider nicht zu mehr Wein sondern eher zu einem kleinen Schlummertrunk. Tiroler & Innviertler Speisen bei einem bugenländischen „Event“ anzubieten hat auch etwas von „ich will und kann nicht“ und/oder „ich finde keine regionalen Unternehmen die sich für ein paar Tage in der Fuzo ansiedeln also nehmen wir das was wir bekommen“.. Weine waren okay, aber ohne gute Stimmung runderhum auch nicht ganz so prickelnd im Abgang. Summasumarum: Wer nicht dabei war hat… Read more »

Heiko

Habe mir gestern die Genusstage mal mit bekannten aus Wien angesehen und kann nur soviel sagen… gott sei dank waren wir vorher im Henrici ( super toll!!!!) essen, denn die Genusstage versprechen nicht das, was man sich erwartet. Grundsätzlich ist ja Hintergrundmusik auch jazz völlig in Ordnung, aber wenn die Musiker nur nach Noten spielen und gelinde gesagt, einem dabei die Füsse einschlafen trägt das wahrlich nicht zur Stimmung bei… mir scheint vielmehr die Verantwortlichen suchen nach einem Konzep, jedoch die „eierlegende Wollmilchsau“ sind die Genusstage nicht! Dicht zusammengedrängt, wenig Sitzmöglichkeiten, Musik zum Einschlafen…naja positv wenigsten der gute burgenländisch Rebensaft!… Read more »