Hungarika – typisch ungarisch

Denkt man an Ungarn, dann kommen einem früher oder später die Bilder von Salami und Paprika in den Kopf. Und das sind nur zwei von Ungarns typischen Spezialitäten mit langer Tradition. Diese ungarischen Qualitätsprodukte mit ihren bekannten Namen werden auch Hungarika genannt. Was Sie unbedingt beim nächsten Ungarn-Besuch mal probieren sollten oder was sich lohnt mitzunehmen, als Souvenir oder zum daheim weitergeniessen, das stellen wir Ihnen hier vor:

Paprika

Nichts, egal ob essbar oder nicht, verbindet man wohl so stark mit Ungarn wie dieses rote saftige Gemüse. In Pulverform ist es aus der ungarischen Küche nicht wegzudenken. Angebaut werden die pikanten Gewürz-Schoten vor allem im sonnenreichen Süden des Landes, rund um Szeged und Kalocsa. Man geht davon aus, daß es wohl die Türken waren, die den Paprika in Ungarn heimisch machten. Im 19. Jahrhundert kam er dann immer mehr in Verwendung. Der Szegeder Professor Albert Szent-Györgyi gewann 1937 sogar den Nobelpreis, weil er nachweisen konnte, daß das Vitamin C, welches reichlich im Paprika enthalten ist, sich positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirkt. Das Paprikapulver kann man überall in Ungarn als milde oder scharfe Sorte erwerben. Die Feinschmecker unter den Paprikafans erhalten in speziellen Fachgeschäften auch solche Produktvarianten wie getrockneten Paprika, Paprikaöl oder sogar Paprikaschnaps.

Salami und Wurst

Kein Wunder, dass ausgerechnet in Szeged 1869 von Markus Pick eine Salamifirma gegründet wurde. Die Gegend war nicht nur Zentrum des Paprikaanbaus sondern auch der Schweinezucht. Die Salami aus dem Hause Pick gilt heute als Inbegriff ungarischer Salami und ist ein beliebtes und besonders schmackhaftes Souvenir. Im pannonischen Raum erfreut sich Wurst und Schinken von Graurind und Mangalitzaschwein immer grösserer Beliebtheit. Dieses Fleisch ist wunderbar aromatisch und so zart, je nach Verarbeitung zerfließt es geradezu auf der Zunge.

Schnaps

Zum Abschluss eines deftigen ungarischen Essens sollte er eigentlich nie fehlen: der ungarische Schnaps oder auch Pálinka genannt, der aus so ziemlich allem gebrannt wird, was die ungarische Natur hergibt. Die Aprikosen für den hochprozentigen barackpálinka werden rund um Kecskemét, in der südlichen grossen Tiefebene Ungarns angebaut. Ebenfalls sehr beliebt sind Pflaumenschnaps (szilvapálinka) und Honigschnaps (mézes pálinka). Und dann gibt es da noch den Unicum, der mittlerweile auch über Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Dabei handelt es sich um einen herben Kräuterlikör, der ein wenig dem deutschen Jägermeister ähnelt.

Tokajer

Der berühmteste ungarische Wein kommt aus dem Gebiet Tokaj im Nordosten Ungarns. Sein einzigartiger Geschmack und sein goldenes Aussehen ist das Ergebnis aus dem Zusammenspiel vieler besonderer Gegebenheiten. Die Lage der Berghänge, nährstoffreicher Vulkanboden, die intensive Sonneneinstrahlung, sowie die Nähe zu den Flussläufen von Bodrog und Theiß begünstigen das Klima. Die Folge: Die Trauben werden vom Schimmelpilz Botrytis cinera befallen, der eine Edelfäule bewirkt. Der Most dieser Weintrauben kann sogar einen Zuckergehalt von 850 Gramm pro Liter erreichen. Bei der Weinlese werden dann nur diese geschrumpften Beeren für die Herstellung eines echten Tokajer verwendet. Die ungarische Nationalhymne weiß vom “Geschenk Gottes” zu berichten. Weil der Spätlese-Wein an den europäischen Adelshöfen so beliebt war, sprach man ganz prosaisch von “flüssigem Gold”. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. nannte den Tokajer “König der Weine – Wein der Könige”.

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Porzellan

Und zwar nicht irgendeines, sondern Herend Porzellan! Dieses Hungarikum erlangte seine Berühmtheit vor allem an europäischen Königshöfen und durch deren prominenteste Vertreterinnen (!). Die Manufaktur aus Westungarn belieferte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter anderem Queen Victoria in England und Kaiserin „Sisi“. Der europäische Hochadel liebte vor allem die filigranen fernöstlichen Motive. Noch heute werden die kunstfertigen Designs in Herend nur von Hand bemalt. Von Wien und dem Burgenland aus befindet sich das nächste Herend Geschäft in Sopron.

Béres Csepp Tropfen

Hier scheiden sich die Geister. Die einen glauben fest an die heilenden bzw. ebenfalls vorbeugende Wirkung der Erfindung von Dr. József Béres. Die Tropfen sollen u.a. bei der Behandlung von Rheuma, Gelenkschmerzen, sowie bei depressiven Stimmungen helfen, ja sogar bei der Tumorbekämpfung. Andere wiederum halten den bitteren Auszug für reinen Humbug. Nichts desto trotz sind die Tropfen in Ungarn offiziell als Medikament zugelassen und können frei in der Apotheke oder im Pannonien Shop erworben werden.

Tihany Lavendelöl

Tihany ist die einzige Halbinsel, die in den Balaton hineinragt. Eines der interessantesten Geheimnisse hier ist leuchtend lila, wunderbar duftend und gibt einem ein herrliches Gefühl von Wohlbefinden: die Lavendelfelder von Tihany. Mit der Anpflanzung der Lavendelstöcke wurde im Jahr 1924 begonnen. Das hier produzierte Lavendelöl wurde europaweit berühmt und ging sogar soweit, daß Tihany die Qualität des original französischen Lavendels übertraf. Damit man sich ein wenig “ungarische Provence” nach Hause holen kann, bieten wir exklusiv und nur bei uns im Pannonien Shop das original Lavendelöl aus Tihany an.

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