Kulturzentrum Jennersdorf: Wir spielen weiter

Das ist eine Show: Da wurde in Eisenstadt das neue Kulturzentrum am 8. November 2012 mit allem Pomp eröffnet; 10 Tage später wird dann dem KUZ Jennersdorf der Garaus gemacht. Bezeichnend  für das Stiefkind der fünf burgenländischen Kulturzentren spielt man „Das Gespenst von Canterville!“ Kurios deswegen, weil zum einen das Programm von Güssing aus gesteuert wurde, zum anderen weil es das einzige KUZ war, das zu einem Hotel gehörte wie anderswo die SPA-Landschaft.

Dem Betreiber des Hotels „Ernö Kampel-Kettner“ (Gott hab ihn selig)  geisterte zu Lebzeiten immer wieder ein Gedanke durch den Kopf: „Wie kann man den 380 Zuschauer fassenden Saal das ganze Jahr beleben? Jeden Februar der Feuerwehrball, dazwischen Theater und im Frühjahr ab und zu eine Modeschau, war ihm zu wenig. Es blieb beim Vorhaben. Am Ende schaute für des KUZ genau so wenig raus, wie für das Hotel. Alles vorbei? Nein, denn die Gemeinde Jennersdorf fasste sich ein Herz und rettet die Theaterbühne. Für Bürgermeister Wilhelm Thomas ein klare Angelegenheit: „Wir können die Kultur in Jennersdorf nicht einfach fallen lassen. Das wäre völliger Unsinn. Die Weiterführung des Kulturzentrums wurde im Gemeinderat bereits beschlossen. Jetzt geht es nur mehr um die Formalitäten.“ Der Spuk hat ein Ende. „Sir Simon“ ist vertrieben. Als erstes Stück unter neuer Regie würde sich etwa „Das liederliche Kleeblatt“ von Johann Nestroy anbieten!

Letzte Vorstellung unter der Schirmherrschaft der Burgenländischen Kulturzentren:

Das Gespenst von Canterville
Samstag 17. November 2012, 19.30 Uhr, KUZ Jennersdorf
Karten:  Kulturzentrum Güssing, Schulstraße 6, Telefon 03322/42146-0

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