Burgenland Trails

Burgenland-Trails 2026: So wild kann Mountainbiken im Burgenland sein

Mehr als 40 Kilometer Singletrails, natürliche Hohlwege, Jumps und Abfahrten vom höchsten Berg des Burgenlands: Zwischen Rechnitz und Lockenhaus hat sich rund um den Geschriebenstein ein richtiges Mountainbike-Revier entwickelt. Aber sind die Burgenland-Trails nur etwas für Könner – und was kostet der Spaß 2026?

(Titelfoto: Burgenland-Trails_201©Burgenland Tourismus Hafenscher_Maltrovsky).

Burgenland und Downhill.

Das klingt zunächst ein bisschen wie Nordsee und Hochgebirge.

Doch am Geschriebenstein funktioniert die Kombination tatsächlich.

Mit 884 Metern ist er der höchste Berg des Burgenlands – und rundherum verlaufen mittlerweile mehr als 40 Kilometer naturbelassene Singletrails zwischen Rechnitz und Lockenhaus.

Dabei geht es nicht nur gemütlich durch den Wald.

Es gibt Steilkurven.

Jumps.

Hohlwege.

Flowlines.

Und Varianten von grün bis schwarz.

Wer beim Burgenland bisher nur an flache Radwege rund um den Neusiedler See gedacht hat, bekommt hier also ein ziemlich anderes Bild.

Burgenland-Trails auf einen Blick

Region: Geschriebenstein zwischen Rechnitz und Lockenhaus
Trailnetz: mehr als 40 Kilometer
Angebot: vier Downhill-Trails plus vier Up-/Downhill-Trails
Schwierigkeiten: von grün bis schwarz
Geeignet für: Einsteiger mit entsprechender Fahrtechnik bis erfahrene Enduro- und Downhill-Fahrer
Einstiege: unter anderem Rechnitz Badesee, Passhöhe/Ranch und Lockenhaus
Trail-Tageskarte Erwachsene 2026: 12 €
Tickets: ausschließlich online.

Nicht alles hier ist Downhill-Hardcore

Das ist wichtig.

Man muss nicht über schwarze Jumps springen können, um auf den Burgenland-Trails etwas zu finden.

Der Head Trail beginnt bei der Aussichtswarte am Geschriebenstein und führt rund 1,78 Kilometer Richtung Parkplatz Ranch. Die Basislinie ist grün, zusätzliche Varianten sind blau. Der Betreiber beschreibt ihn ausdrücklich als Einstiegstrail für die ganze Familie.

Wer erstmals Trail-Luft schnuppern möchte, beginnt eher hier als auf dem Rechnitz Trail.

Denn dort sieht die Sache schon anders aus.

Rechnitz Trail: Jetzt wird es ernst

Der Rechnitz Trail führt vom Parkplatz Ranch hinunter Richtung Badesee Rechnitz.

Länge:

6,2 Kilometer.

Schwierigkeit:

rot, mit schwarzen Varianten.

Dazu kommen zahlreiche Turns, Steilkurven und Jumps.

Das ist kein normaler Wald-Radweg.

Wer technisch noch unsicher ist oder bislang hauptsächlich auf Asphalt unterwegs war, sollte nicht einfach hineinfahren, weil die Landschaft so nett aussieht.

Batthyány Trail: Richtung Badesee mit mehr Auswahl

Interessant ist der Batthyány Trail.

Er führt über rund 7,68 Kilometer ebenfalls Richtung Badesee Rechnitz und besitzt eine blaue Basislinie. Dazu gibt es Varianten in grün, rot und schwarz.

Damit können Fahrer mit unterschiedlichen Fähigkeiten eher gemeinsam unterwegs sein.

Und das Ziel gefällt uns sowieso:

unten wartet der Erlebnis.See Rechnitz.

Im Sommer ist die Vorstellung ziemlich gut:

Erst Trail.

Dann Helm runter.

Und ab ins Wasser.

Auf der anderen Seite geht es Richtung Lockenhaus

Wer Richtung Norden fährt, bekommt mit dem Esterházy Trail einen weiteren langen Flowtrail.

Er führt über rund 8,7 Kilometer Richtung Burgsee Lockenhaus. Die Grundschwierigkeit ist blau, dazu kommen rote und schwarze Varianten. Aktuell weist der Betreiber auf eine lokale Umleitung auf einzelnen Segmenten hin – die Beschilderung vor Ort sollte deshalb unbedingt beachtet werden.

In Lockenhaus wurde das Angebot inzwischen zusätzlich ausgebaut.

Action Corner Lockenhaus: Hier darf es krachen

Zwischen Margarethenwarte und Burgsee liegt der Action Corner Lockenhaus.

Auf rund acht Kilometern und mehr als 200 Höhenmetern gibt es Trailvarianten von blau bis schwarz – inklusive Jumps, Steilkurven sowie Wurzel- und Steinpassagen.

Das richtet sich deutlich stärker an Fahrer, die Action suchen.

Für Anfänger interessanter ist der Bereich unten am Burgsee.

Skillpark: Erst üben, dann in den Wald

Seit 2025 gibt es beim Burgsee Lockenhaus einen kostenlos nutzbaren Skillpark.

Dort lassen sich Fahrtechnik, Lines, Kurven, Jumps und Drops üben. Sämtliche Hindernisse sind so angelegt, dass sie auch gerollt werden können. Damit eignet sich der Park sowohl für erste Versuche als auch zum Techniktraining.

Pannonien-Tipp: Wer noch nie auf einem richtigen Trail unterwegs war, sollte zuerst hier oder auf einer leichten Strecke testen, wie sicher er sich tatsächlich fühlt.

Ein Mountainbike verzeiht einiges.

Ein Baum deutlich weniger.

Was kosten die Burgenland-Trails 2026?

Hier hat sich seit unserem ursprünglichen Artikel einiges geändert.

Die Tageskarte 2026 kostet aktuell:

Erwachsene: 12 €
Jugendliche bis 18 Jahre: 8 €
Kinder bis 15 Jahre: 5 €
Senioren ab 65 Jahren: 8 €.

Außerdem gibt es Zwei- und Drei-Tageskarten, Jahreskarten, Halbjahreskarten sowie saisonale Angebote.

Wichtig: Trail-Tickets nur noch online

Das ist gegenüber unserem alten 2022er Artikel eine wesentliche Änderung.

Trail-Tickets sind ausschließlich online erhältlich.

Also nicht erst am Parkplatz stehen und dann nach einer Kassa suchen.

Ticket vorher aufs Handy.

Dann fahren.

Burgenland Card: Trail-Tageskarte gratis

Mit gültiger Burgenland Card ist eine Trail-Tageskarte aktuell kostenlos.

Allerdings muss auch diese kostenlose Tageskarte vorher online gebucht und dabei die Nummer der Burgenland Card angegeben werden.

Außerdem ist derzeit einmal pro Aufenthalt eine Bergfahrt mit dem Bike-Shuttle inkludiert.

Bike-Shuttle: Wer nicht jeden Höhenmeter selbst treten möchte

Natürlich kann man bergauf fahren.

Man kann aber auch sagen:

Heute nicht.

Zwischen Lockenhaus, Passhöhe und Rechnitz gibt es einen Bike-Shuttle. Regulär fährt dieser insbesondere an Samstagen, Sonntagen sowie Feier- und Fenstertagen; in Ferienzeiten gelten zusätzliche Fahrpläne.

Von Rechnitz Badesee zur Passhöhe fährt der Shuttle derzeit im regulären Wochenendbetrieb im 30-Minuten-Takt zwischen 9 und 17 Uhr. Von Lockenhaus gibt es mehrere fixe Bergfahrten.

Da diese Fahrpläne saisonal angepasst werden, würden wir vor jedem Besuch noch einmal die aktuellen Angaben kontrollieren.

Was kostet der Shuttle?

Aktuell gelten:

eine Bergfahrt: 13 €
Shuttle-Tageskarte: 33 €
10er-Block: 109 €.

Die Shuttle-Tageskarte ist nur an Wochenenden sowie Feier- und Fenstertagen erhältlich. Die Trail-Nutzung ist im Shuttle-Ticket nicht enthalten.

Das ist wichtig.

Wer Shuttle und Trails nutzen möchte, benötigt beide Leistungen beziehungsweise ein entsprechendes Kombiticket.

Im Shuttle kann bar oder mit Karte bezahlt werden.

Öffnungszeiten: tatsächlich fast das ganze Jahr

Die Burgenland-Trails haben saisonal unterschiedliche Betriebszeiten.

Aktuell gelten:

Jänner: 9–15 Uhr
Februar–März: 8–16 Uhr
April: 8–18 Uhr
Mai–August: 7–19 Uhr
September: 8–18 Uhr
Oktober: 8–16 Uhr
November–Dezember: 9–15 Uhr.

Dass Trails offiziell geöffnet sind, bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Wetter und Bodenverhältnisse für jeden Fahrer sinnvoll sind.

Aktuelle Hinweise des Betreibers sollte man deshalb vor der Anreise prüfen.

Wo startet man am besten?

Das hängt davon ab, was man vorhat.

Rechnitz

Beim Erlebnis.See Rechnitz gibt es Parkmöglichkeiten und einen südlichen Einstieg ins Trailnetz. Von dort kommt man über den Geschriebenstein-Süd-Trail bergauf Richtung Ranch und Geschriebenstein.

Für uns ist das im Sommer die attraktivste Basis.

Nach dem Biken kann man direkt zum See.

Unser neuer Rechnitz-Reiseführer zeigt zusätzlich, was sich rund um Geschriebenstein, Wein und Ort lohnt.

Passhöhe / Ranch

Zentral im Trailgebiet liegt der Parkplatz Ranch.

Von dort führt unter anderem der anspruchsvolle Rechnitz Trail hinunter zum Badesee; in die andere Richtung gelangt man über den Head Trail zum Geschriebenstein.

Lockenhaus

Beim Burgsee gibt es ebenfalls Parkmöglichkeiten. Von hier erreicht man die nördlichen Strecken, den Skillpark und den Action Corner.

Braucht man ein spezielles Mountainbike?

Wir würden mit einem normalen Citybike hier nicht experimentieren.

Je nach Strecke sind ein echtes Mountainbike beziehungsweise Trail- oder Enduro-Bike sowie passende Reifen und Bremsen sinnvoll.

Helm ist sowieso selbstverständlich.

Wer kein geeignetes Rad besitzt, kann rund um Rechnitz auch Trail-Bikes und Schutzausrüstung mieten; aktuell gibt es dafür unter anderem einen Radverleih in Rechnitz mit Online-Reservierung.

Und wenn ich noch nie Trails gefahren bin?

Dann sollte „einfach ausprobieren“ nicht der komplette Trainingsplan sein.

Mit Orange.Duck.Biking gibt es mittlerweile auch eine Mountainbike-Schule im Burgenland, die geführte Touren und Fahrtechnikangebote auf den Trails anbietet.

Gerade bei Einsteigern kann eine Fahrtechnik-Einheit mehr bringen als der Versuch, einem erfahrenen Freund möglichst lange hinterherzufahren.

Familien: Ja – aber Strecke richtig wählen

Die Aussage „für die ganze Familie“ darf nicht falsch verstanden werden.

Nicht jeder Trail ist familientauglich.

Ein grüner Head Trail oder der Skillpark können für entsprechend sichere Kinder interessant sein. Ein roter Rechnitz Trail mit schwarzen Varianten ist etwas völlig anderes.

Deshalb vorher immer:

Schwierigkeit anschauen.

Nicht erst nach dem ersten Jump.

Downhill und Badesee.

Lohnt sich das?

Für Mountainbiker:

Ja.

Und zwar nicht bloß deshalb, weil es im Burgenland sonst weniger Höhenmeter gibt.

Das Gebiet ist inzwischen groß genug, um einen echten Bike-Tag daraus zu machen: mehr als 40 Kilometer naturbelassene Trails, unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, Shuttle, Skillpark und zwei gute Ausgangspunkte in Rechnitz und Lockenhaus.

Wer dagegen ausschließlich gemütlich auf Forststraßen radeln möchte, braucht kein Trail-Ticket.

Das Burgenland hat genügend klassische Radwege.

Hier geht es um etwas anderes.

Kurven, Wald, Technik und Geschwindigkeit.

Und am Geschriebenstein funktioniert das erstaunlich gut.

Häufige Fragen zu den Burgenland-Trails

Wie lang sind die Burgenland-Trails?

Das gesamte Trailnetz umfasst mehr als 40 Kilometer rund um den Geschriebenstein zwischen Rechnitz und Lockenhaus.

Was kostet eine Tageskarte 2026?

Für Erwachsene kostet die Tageskarte aktuell 12 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre zahlen 8 Euro und Kinder bis 15 Jahre 5 Euro

Kann ich das Ticket vor Ort kaufen?

Das Trail-Ticket nein – dieses ist ausschließlich online erhältlich. Shuttle-Tickets können dagegen auch direkt im Shuttlebus gekauft werden.

Gibt es Strecken für Anfänger?

Ja. Der Head Trail besitzt eine grüne Basislinie, außerdem gibt es beim Burgsee Lockenhaus einen kostenlos nutzbaren Skillpark. Andere Strecken sind deutlich anspruchsvoller.

Gibt es einen Bike-Shuttle?

Ja. Der Shuttle verbindet unter anderem Rechnitz Badesee, Passhöhe und Lockenhaus. Reguläre Fahrten gibt es vor allem an Wochenenden, Feier- und Fenstertagen.

Kann man die Trails mit der Burgenland Card kostenlos fahren?

Aktuell ist eine Trail-Tageskarte inkludiert. Die kostenlose Karte muss allerdings vorher online unter Angabe der Burgenland-Card-Nummer gebucht werden.