Ungarn macht die Grenzen für Urlauber wieder dicht

Ungarn schließt wiederholt seine Grenzen. Ab 1. September dürfen Urlauber und Einkaufstouristen nicht mehr ins Land. Als Grund werden die steigenden Corona-Infektionen genannt. Den offiziellen Zahlen nach blieb Ungarn bisher im grünen Bereich, während in den angrenzenden Staaten die Ampeln rot leuchten. Die ungarischen Behörden meldeten zuletzt 5669 Infektionen. Innerhalb der letzten 24 Sunden kam es zu 158 Neuinfektionen. Die meisten Corona-Neuinfektionen werden aus dem Ausland eingeschleppt, heißt es seitens der Regierung. Bis zum 1. Oktober soll die neue Regelung gelten.


Von Dienstag weg, darf dann nur mehr einreisen, wer einen triftigen Grund vorweisen kann. Selbst ungarische Staatsbürger dürfen nach den jetzigen Vorschriften NUR einreisen, wenn sie sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben oder 2 negative Corona-Tests herzeigen, die in einem Abstand von zwei Tagen gemacht wurden. Bei Rückkehrern aus dem Ausland werden nur die in Ungarn durchgeführten Tests akzeptiert. 

“Ungarn muss seine älteren Bürger schützen, die Kinder auf den Schulbeginn vorbereiten und die wirtschaftliche Leistung fortsetzen”, sagt Gergely Gulyas, Stabschef von Ministerpräsident Viktor Orban.


Was wird mit den Arbeitskräften, mit den Kellnern, Köchen und Kassierer*innen, die im Burgenland arbeiten? Die Verunsicherung ist groß. Müssen sie tatsächlich in Quarantäne? In der Praxis sollten sie dann alle 10 Tage zum Corona-Test, den sie selbst bezahlen müssen. Es sei denn der Arbeitgeber springt in die Bresche. Sollte das ungarische Personal jedoch wegen der auferlegten Quarantäne zu Hause bleiben, dann wäre das für die burgenländische Gastronomie eine mittlere Katastrophe. Und auch der Fußball müsste auf die Gast-Kicker aus Ungarn verzichten! Was das für manche Vereine bedeutet, kann man sich leicht ausmalen.

Viele Restaurants in Ungarn, die vorwiegend vom Tourismus leben, haben beschlossen mit 1. September zu schließen.


Die Einzelheiten:

  • Ausländische Studenten müssen negative Tests vorlegen, um in Ungarn studieren zu können.
  • Transitkorridore werden gesichert (Durchreise also möglich)
  • Urlauber, die ins Ausland reisen, müssen die Kosten für einen Coronavirus-Test selber tragen.
  • Ab 1. September soll der Schulunterricht wieder aufgenommen werden, wobei die Lage an den Schulen und eventuelle erneute Schließungen gesondert abgewogen werden
  • Der Termin für den Fußball-UEFA-Supercup zwischen Champions-League-Sieger Bayern München und Europa-League-Sieger FC Sevilla am 24. September ist NICHT sicher.
  • Eingeschränkte Einkaufszeiten für Menschen über 65 sind derzeit nicht geplant. (Quelle: Ungarn heute).
  • Geschäftsreisen innerhalb eines Konzerns sind möglich.
  • Das Tragen der Maske wird strenger kontrolliert.
  • Es ist keine Ausgangssperre.
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Berufspendler, die maximal 30 Kilometer von der Grenze entfernt leben und maximal 30 Kilometer von der Grenze entfernt arbeiten, dürfen für die Dauer von maximal 24 Stunden einreisen.

Peter aus Sopron

Ich bin gestern problemlos mit Formularbestätigung von Arbeit über die Grenze gefahren. Ich arbeite in Wiener Neustadt und fahre mehr als 30 Kilometer. Es gilt da die Luftlinie. Vormittag muss man eine halbe Stunde warten an Grenze. Die Polizei kontrolliert alles. Wer von Wien kommt muss in Quarantäne.