Urlaub in Jesolo wie früher

Strand in Jesolo © Ernst Bauer

In Jesolo fühlen sich die Ferien genauso an wie noch vor ein paar Jahren – also fast wie früher. Italien hat strenge Einreisebestimmungen. Viel strenger als etwa in Österreich. Die Impfung nützt erst zwei Wochen nach dem 2. Stich. Bis dahin brauchen alle einen Test für die Einreise. Und auch das elektronische Einreiseformular ist Pflicht. Ich hatte für unsere Familie alle Tests und Formulare dabei, aber niemanden hat das interessiert – von einer Kontrolle ganz zu Schweigen.

Am Strand liest man den Nachbarn nun nicht mehr so leicht die Sportnachrichten weg. Aber, ob das nun am größeren Abstand liegt oder einfach daran, dass meine Brille nichts mehr taugt, kann ich nicht sagen. Das Hotel, in dem wir verbleiben, ist voll wie einst und Abends gibts in der Haupteinkaufsstraße, der Via Udine, unglaubliche Menschenmassen. Ohne Abstand, ohne Masken, ganz wie früher. In den Geschäften besteht Maskenpflicht, auf eine fehlende Maske weisen aber nur deutsche Urlauber hin. Und gestern? Da war es noch früher als wie früher.

Italien spielte bei der Fußballeuropameisterschaft gegen Spanien im Wembley Stadion und gewann durch Elfermeter schießen. Da brachen alle Dämme. Fans und Nichtfans lagen sich in den Armen. Kollektives feiern war angesagt. Ohne Abstand, ohne Maske, aber mit viel Aperol und noch mehr Körperkontakt!

Außerdem ist die Preispolitik in der Gastro seltsamerweise trotz Corona auch wie früher. Im Gegensatz zu Österreich, wo die Preise wie geschwefelte Luft in die Höhe steigen, ist in Jesolo alles bestens. Großes Bier kostet ab 3,50 und Aperol 4 Euro. Ein Glas Hauswein – Vino della Casa – schlägt mit angenehmen 1,50 zu Buche und für den Cappuccino nehmen die Cafetiers ab 2 Euro. Spaghetti gibt es ab 7,50 und Pizze ab 12 Euro – je nach Belag. Wie früher eben und genauso schön.

Gastautor: Mag. Ernst Bauer

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