10 Gründe warum wir Weihnachten lieben


Weihnachtsdeko

Man kennt das ja vom Weihnachtsgebäck, das oft auch schon kurz nach den lila Osterhasen in den Billa-Regalen steht. So ist es mittlerweile auch mit dem Weihnachtsschmuck. Jedes Jahr sammelt sich mehr in den Schachteln an, die dann Mitte Jänner wieder in der Versenkung im Keller verschwinden für ein Jahr oder so. Oder auch für kürzer. Denn manche halten ein ganzes Jahr ohne die unzähligen Lichtlein rund ums Haus ja fast nicht aus, so wie z.B. ein Schotte in Glasgow, der seine Weihnachtsdeko bereits Mitte August in Szene setzte. Aber gegen Clark von den Griswolds kommt keiner an…

Weihnachtlieder

Es könnte ja so schön klingen: “Stille Nacht Heilige Nacht”. Ein Jammer ist nur, wenn man zu hoch zu singen beginnt, was meistens passiert, und das ganze artet dann eher in einen Katzenjammer aus. …”alles schläft”.., spätestens bei dieser Textzeile wird dann Alles wach. Opa, Oma, Tante, Katze, Hund, alle krächzen die Tonleiter hoch. Die Mutter beginnt mit dem Vater unser: “Gott vergib dem Chor, vergiss was war zuvor”. Gott sei Dank gibt es ja noch “Oh Tannenbaum…”

Mitternachtsmette

23 Uhr: die U-Boot Christen wagen sich aus Ihren Häusern. Den neuen Pelzmantel Gassi führen. Vermummt mit dickem Schal und Ohrenschützern geht’s in die Kirch’. Mein Gott ist das ‘ne Qual. Ich mag ja gar nicht, aber die Leut’ sollen wisssen, welch frommer Mensch ich bin mit gutem Gewissen. Auch wenn ich den Herrgott nur zu Heilig’ Abend die Ehr’ erweiß, glaubt mir, ich bin ein guter Christ, das ist jetzt der Beweis.

Brettspiele

Mimi zerreist das Geschenkpapier, die Augen groß wie blaue Trauben. Endlich, ich hab’s mir so gewünscht! Hüpf Lieschen hüpf. Eilig sucht der Vater nach den Spielkegeln. Onkel Franz, der Architekt, baut indes das Brettspiel zusammen. Alle hocken um das neue Vergnügen herum. Die Würfel fallen. Pasch für Melanie, rückt vor, gewinnt. Manchmal kommen die längst vergessenen Brettspiele zum Einsatz. Einmal im Jahr dürfen sie den Dachboden verlassen und im Wohnzimmer am Gesellschaftsleben teilhaben.

Christkind

Warum muss das Christkind eigentlich immer eine Blondine mit Krone sein. Als fünfjähriger versteckte ich mich einmal zu Weihnachten unter dem Bett. Das Christkind erschien mit Schleier, der fast den Boden berührte und mit goldener Krone in der Tür. Langsam streckte ich meinen Kopf unter dem Bett hervor und lugt nach oben. Ein kleiner Spalt nur im Kostüm genügte. Aha! Die Emmi war also das Christkind. Unsere Nachbarin. Wie jedes Jahr halt. Zur Info: Früher kam oft eine engelsgleiche Christkind-Darstellerin zur Bescherung in die Familien und mancherorts besteht dieser Brauch auch heute noch. Das Christkind ist ja eigentlich das Jesukindlein und wird daher oft als engelsgleiche Erscheinung gzeigt. Erwachsene erzählen ihren Kindern, dass es im Allgemeinen ungesehen an Heiligabend oder in manchen Regionen auch in der Nacht zum 25. Dezember in die Häuser kommt und die Weihnachtsgeschenke bringt. In den letzten Jahren wurde das Christkind immer mehr zu Werbezwecken verwendet, besonders oft als Mädchen mit blondem Haar und blauen Augen. Und den Weihnachtsmann? Den kannten wir Kinder damals noch gar nicht.

siehe auch...  Weihnachten bei Kaiserin Sisi

Christbaumkauf

Jedes Jahr dasselbe Pozedere: Es ist Heiliger Abend, die Zeiger stehen schon auf 13 Uhr und immer noch kein Weihnachtsbaum gekauft. Billig soll er sein, schön muss er sein. Zumindest eine  nordische Tanne soll es schon werden. Ich treff den Karli aus dem Nachbardorf. Lange nicht gesehen. Also der Baum ist nicht schlecht, gemma noch auf a Bier. Ja, klar. Also den nehm ich, was solle er kosten? Passt. Billig ist er. Man muss auch mal einen Outsider nehmen. Daheim warten Frau und Kind. 16 Uhr. Es wird Zeit nach Hause zu wackeln. Der Wirt vom Eisenstädter Beisl will auch nach Haus’.

Der Christbaum

Endlich wird aufgeputzt, die Mutter holt die Kugeln, Vogerl, kleine glänzende rote Äpfelchen und die Strohsterne aus dem Karton hervor. Gut verstaut im Kleiderkasten, das ja nichts passiert.  Windbäckerei und sonstige Süssigkeiten als Baumschmuck wurden schon Wochen vorher in langwieriger Manufaktur und mit viel Nascherei hergestellt. Jetzt durften sie auf die Äste, drängen sich zwischen die glänzenden Kugeln. Als Krönung dann die Kerzen. Das Glöckchen läutet. Bescherung. Als Kind freute ich mich besonders auf die kleinen bunten Schnapslikörfläschchen. Sogfältig enfaltete ich die leckeren Schokoflaschen mit süssem flüssigem Inhalt. Das Papier ließ ich einfachhalber gleich am Baum hängen. Zu Heiligen Drei König sah unser Baum fast so aus wie am ersten Tag, zumindest hing noch die gesamte Verpackung daran.

A Gselcht´s mit Erdäpfelsalat

Die Mutti meint es gut. Läd zu den Festtagen die gesamte Verwandschaft zum  Heilig-Abend Tisch. Trotz ihrer 73 Jahre, kocht sie noch immer lecker und noch immer die selbe Menge wie vor 30 Jahren. Mittlerweile hat sich jedoch die Familie rasant vermehrt. Enkelkinder, Neffen, Nichten, der erste Freund, die erste Freundin kommt auch mit. Und in die Bäuche passt auch viel mehr rein als früher. Ja, und wenn dann Bruder Wolfgang und Onkel Franz die Fleischgabel in die Schüssel mit dem G’selchtn’ rammen, drei, vier Stücke auf einmal auf die Gabel spiessen, bleiben manchmal nur die Knochen übrig. Tja, und wer dann zu spät kommt…

3 Haselnüsse für Aschenbrödel

Eigentlich hat der tschechische Märchenklassiker ja überhaupt nichts mit Weihnachten zu tun. Aber erstens kommt er alle Jahre wieder im Fernsehen und das meistens an Heiligabend und zweitens verbindet man die Winterwonderland-Atmosphäre im Film eben total mit Weihnachten. Es gibt übrigens Menschen, die jeden Dialog mitsprechen können. Und der Film ist schlichtweg der Märchenprinzessinen-Traum eines jeden Mädchens. Es gibt aber sogar tatsächlich erwachsene Männer, die gestehen, daß sie als kleiner Bub’ unsterblich verliebt in das tschechische Aschenbrödel mit dem Märchenkleid waren. Also Aschenbrödel, bitte melde dich!

Geschenke umtauschen

Noch spannendener als einkaufen selbst, und gleich nochmal das Riesengeschäft hinterher. Es gibt eben einfach immer etwas zum umtauschen. Bücher, CD’s, ein doppeltes Spiel, zu kleine Pullover, zu grosse Hemden, hässliche Krawatten, die eigene Frau…kleiner Scherz. 😉 Manchmal zahlt sich ein Umtausch dann sogar so richtig aus, vor allem wenn dann der Abverkauf unmittelbar nach Weihnachten beginnt. Da bekommt man dann gleich das doppelte noch dazugeschenkt. Na dann, Frohes Umtauschen!

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